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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Montag, 6. September 2010

Newsarchiv

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Diese Seite zeigt einen Newsbeitrag der alten Webseite, daher wird er auch mit grünem Hintergrund dargestellt. Diese Rubrik wird nicht gepflegt oder aktualisiert. Aktuelle Newsmeldungen finden Sie in unserem News-Blog.

Datum der News:2005-03-05

\'\'Ich habe nie in all den Jahren behauptet...!\'\'

Zitate und Bilder aus der Pressekonferenz der Frau Garagouni vom 04.03.05.

 

englische version

Am Podium saßen Frau Garagouni (Mitte), die Vorsitzende ihres griechischen "Tierschutzbundes", Frau Agathi Lekakou, ihre Rechtsanwältin und Herr Elefterios Kariatoglou von der Gruppe Tetrapodologein.


Herr Elefterios Kariatoglou


Frau Garagouni


Frau Agathi Lekakou


Herr Papajannakis, Abgeordneter des griechischen Parlamentes und Frau Garagouni


Frau Garagouni und "Beweismittel"

Die Pressekonferenz war nicht öffentlich. Nach anfänglichen Tumulten, konnten wir fotografieren, filmen und durften auch Fragen beantworten (Fragen stellen konnten wir nur eingeschränkt).

(*=Kommentare)

Ich habe in allen diesen Jahren nie behauptet, dass die Tiere aus Griechenland in Deutschland im Versuchslabor verkauft werden. Tierschützer und Tierfreunde bitten mich aber sehr oft und haben mich beauftragt, zu überprüfen, wo die Hunde hingeschickt werden und wer sie aufnimmt. Diese Tierschützer und Tierfreunde sind der Meinung, dass die Hunde aus Griechenland eventuell als Versuchstiere verkauft werden. Es gibt Gerüchte, dass mehrere Tiere in Labore verkauft werden.

(...)

Eigentlich bin ich nicht dagegen, dass Tiere aus Griechenland ein Zuhause in Deutschland finden. (*später hat sie eine ganz andere Meinung geäußert). Die Hunde sollten unter bestimmten Voraussetzungen ins Ausland reisen, um ein Zuhause zu finden.
Ich will nur die griechischen Gesetze anwenden! Mein Interesse liegt nur darin, dass die Gesetze in meinem Land richtig angewandt werden! (*das war ständig ihr Motiv). Die Ausländer sollen unsere Gesetze respektieren und beachten. Sie sollen nicht versuchen, unsere Gesetze zu ändern. Die Tierschützer vom Ausland überschreiten das griechische Gesetz des Exportes der Haustiere. Ich wäre froh, wenn die Gesetze für Export strenger werden könnten. Die Deutschen bzw. die Tierschützer verlangen, dass es keine Grenze mehr gibt und jeder frei ohne Kontrolle hin und her fahren darf und Tiere mitschleppen.

(...)

Warum müssen wir eigentlich die griechischen Straßenhunde nach Deutschland schicken? Darf ich einen Hund aus einem deutschen Tierheim herausnehmen, adoptieren und ihn nach Griechenland kommen lassen? Ist das mir erlaubt? Bitte, antworten Sie mir, Herr Busch!

(...)

Die Griechen sind tierlieb. Was in der deutschen Presse veröffentlich wird, sind einfach Verleumdungen. Die Tierschützer im Ausland möchten einfach Griechenlands Ehre angreifen.

(...)

Überall in Europa werden die Tiere in den Tierheimen eingeschläfert (*sie hat das Wort “getötet“ benutzt). In Deutschland werden alle Hunde in den Tierheimen nach fünf Tagen getötet. Warum soll man also Hunde aus Griechenland nach Deutschland schicken? Damit sie dort getötet werden? Allein in Amerika werden 15 Millionen Hunde im Jahr eingeschläfert.

(...)

Die Hunde auf Kreta und in anderen von deutschen Vereinen unterstützten Tierstationen werden in Griechenland kastriert und geimpft. In Deutschland werden diese Hunde später in den deutschen Tierheimen verkauft. Die zukünftige Familie muss 150 Euro bezahlen, um einen Hund aus dem Tierheim zu bekommen. (*also, sie gibt zu, dass die Tiere aus Griechenland zur Adoption vergeben werden! Die Dame widerspricht sich selbst!)
Die Tierheime in Deutschland vergeben ihre Hunde nicht gratis. Die machen mit den Hunden ein Geschäft.

(...)

Ich verlange die Adressen von den Familien, welche Tausende von Hunden in den letzten Jahren adoptiert haben. Die Photos, die uns gezeigt werden, sind kein Beweis. Eine reiche Dame aus Kifissia hat vor einem Jahr 5 Hunde nach Belgien geschickt. Sie hat alles bezahlt. Die Tierschützerin hat ihr später nur gesagt, dass alle Hunde ein Zuhause gefunden haben. Sie hat aber vermieden der Dame die Adressen der Hunde zu geben. Die Erklärung der Tierschützerin lautete, dass die Dame vielleicht die Hunde zurück verlangt hätte. Jetzt fährt die reiche Dame zu allen Tierheimen in Deutschland, damit sie herausbekommt, wo ihre Hunde sind.

(...)

Ich will die Liste mit den Familien, die einen Hund aus Griechenland adoptiert haben, in die Hand bekommen.

(...)

Der Wagen, in dem die Hunde waren, ist nicht das geeignete Fahrzeug, damit so viele Tiere vier Tage lang transportiert werden. Die Behälter waren klein. Die Tiere konnten in den Behältern nur stehen. Sie konnten sich nicht legen. Die Hunde waren „verstaut“. Die meisten Behälter waren schmutzig, Urin etc. Die Hunde konnten in dem Transportwagen keine Luft bekommen. Nach dem Gesetz dürfen keine Tiere mit solchen Fahrzeugen transportiert werden. Nur Gemüse und Obst kann man mit einem solchen Wagen transportieren. Die Fahrt nach Hamburg über Italien ist sehr lang und bestimmt wären einige Hunde unterwegs gestorben.

(...)

Ich habe die Impfpässe und die Begleitungspapiere nicht weggenommen. Wo alle Dokumente sind, habe ich selbstverständlich keine Ahnung.

(...)

Ich war nicht diejenige, die den Wagen angehalten hat. Das hat die Hafenpolizei gemacht. Der Staatsanwalt war dabei.

(...)

Das Tierheim auf Kreta ist illegal und hat keine Genehmigung. Das Tierheim erfüllt nicht die Vorschriften. Der Verein darf keine Hunde einfangen oder aufnehmen. Nach dem griechischen Gesetz ist das die Arbeit der Behörde oder der Gemeinde. Die Tierschützer können mit den Behörden zusammen arbeiten. Auf keinen Fall dürfen einzelne Tierschützer Straßentiere einfangen, kastrieren und impfen. Das ist das Werk der Behörde und der Gemeinden. Die Tierschützer können an der bestimmten Kommission teilnehmen und überprüfen, ob die Kastrationsprogramme richtig geführt werden. Die Arbeit der Tierschützer besteht darin, die Straßentiere zu füttern. Die Tiere sollen wieder auf der Straße ausgesetzt werden. Die Straßenhunde sind ein Besitz des griechischen Staates. Jeder, der einen Hund auf der Straße findet und ihn bei sich nach Hause nimmt, soll er den Hund bei den Behörden melden. Tierschutzvereine dürfen keine Tiere besitzen. Alle 58 Hunde sind illegal also vom Verein eingefangen oder aufgenommen.

(...)

Die Hunde sollten nicht mit einem deutschen Microchip gechipt werden. Das ist illegal. Der Verein darf keine Straßenhunde kastrieren oder impfen. Die Straßenhunde.bzw. alle Straßentiere sind Besitz des griechischen Staates.

(...)

Auf die Frage, ob der Verein die Hunde zurückbekommen darf, sagte die Rechtsanwältin, Frau Agatha Lekakou, folgendes:

Sobald der Name und die Adresse der Adoptivfamilien ins Formular eingetragen werden, kann der Verein Arche Noah die Hunde zurückkriegen.

(...)

Kurz danach hat Frau Karagouni sich geweigert die Hunde wiederzugeben. Sie sagte weiter:

Die Hunde sind vom Staatsanwalt beschlagnahmt. Er soll sich entscheiden, ob der Verein die Tiere zurückbekommt. Vielleicht geht der Fall vor Gericht. Dann wird es lange dauern. Ich habe die Fahrer, den Vorsitzenden des Vereins und Sie, Herrn Busch, angeklagt.

(...)

Auf die Frage der Journalisten, wie viele Vereine Mitglieder „ihres“ Tierschutzbundes sind, antwortete sie ungewiss. Anfangs sagte sie, dass 30 Vereine Mitglieder des Tierschutzbundes sind. Kurz danach sagte sie, dass 6 Vereine Mitglieder des Tierschutzbundes sind. Trotzdem weigert sie sich die Namen dieser Vereine in der Öffentlichkeit zu nennen. Sie ist aber bereit, die Namen an die Interessanten zu faxen.

Im Saal war auch Herr Papajannakis. Er ist Abgeordnete des griechischen Parlamentes. Er gehört zu der linken europäischen Partei, Synnaspismos.

Die Vizebürgermeisterin von Athen, Frau Tonia Kanellopoulou war ganz kurz auch dabei. Frau Kanellopoulou ist verantwortlich und beauftragt für das Kastrationsprogramm in Athen.

Herr Kariatoglou hat folgendes gesagt:
„Am Sonntag haben wir die Arbeit von der Polizei und der Staatsanwaltschaft gemacht und alle Kompetenzen geführt, da die Behörden in Griechenland nicht richtig arbeiten!“
(*!!!)

Wir haben die komplette Pressekonferenz auf Video aufgezeichnet.

Die Chronik des Skandals:

--> Erste Meldung vom 27.02.2005:
       
pt 58 Hunde im Hafen von Piräus beschlagnahmt pt

--> Was genau am 27.02. im Hafen geschah:
       
pt Wildwestmethoden stoppten den Pyromanen - Protokoll von Anna Dittmann pt

--> Frau Garagouni, die Initiatorin der Schmutzkampagne ruft eine Pressekonferenz ein:
       
pt Die Vorsitzende des griechischen "Tierschutzbundes" ruft eine PK ein pt

--> Bilder und Zitate von der Garagouni-Pressekonferenz:
       
pt "Ich habe nie in all den Jahren behauptet...!" pt

--> Hintergrundbericht: Wie unsere Tierschutzarbeit auf Kreta blockiert wird/wurde:
       
pt Soviel Energie in die falsche Richtung pt

--> Griechischer Fernsehsender sendet weitere Verleumdungen:
       
pt Reißerischer TV-Bericht über unseren Transport zur besten Sendezeit pt

--> Tierschutzfreunde rufen eine zweite Pressekonferenz für uns ein:
       
pt Ankündigung der PK am Montag, 7. März pt

--> Bericht von der zweiten Pressekonferenz und weitere Meldungen vom :
       
pt "Ihr habt zuviel Tierschutz gemacht!" pt

--> Tierschutz in Griechenland vor dem Aus? Helfen Sie, das zu verhindern!
       
pt Ihre Unterstützung als Tourist, Tierfreund oder Geschäftspartner pt

--> Was genau am 27.02. im Hafen geschah - Protokoll 2 von Gabi Hoffmann:
       
pt Abgründe pt

--> Brief vom deutschen Botschafter:
       
pt Schreiben von Dr. Albert Spiegel an Alexandros Kontos pt

--> Zermürbungstaktik:
       
pt Wie der Förderverein systematisch schikaniert wird pt

 

Athen, 05. März 2005 Thomas Busch & Stefan G.
Kontakt:
+49 (0) 170 3169419
+49 (0) 172 2334408

Danke an Areti und Dafni für das Dolmetschen und Protokollieren!

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