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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Freitag, 3. September 2010

Newsarchiv

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Newsarchiv der alten Webseite

Diese Seite zeigt einen Newsbeitrag der alten Webseite, daher wird er auch mit grünem Hintergrund dargestellt. Diese Rubrik wird nicht gepflegt oder aktualisiert. Aktuelle Newsmeldungen finden Sie in unserem News-Blog.

Datum der News:2008-08-09

Frieda´s Reise

"Eigentlich wart wie imma, ´ne Fahrt nach Kreta eben“ Ick hadde meine Maschine, abba mittdem Auf-lieger gap´s Probleme. ´Nen 40zig Tonner eben, dat geht numma nich wie mit ´nem PKW und ´nem Anhänger ... "
Frieda (unser treuer LKW-Fahrer) berichtet von seiner Reise

Nach einem Hin und Her mitten Papieren ginks endlich los. Denkste Pubbe, Fahrverbot für LKW´s und hasse nich´ gesehen. . . Auf halber Strecke sollte / wollte icke schon umdrehn. Erdbeben und Waldbrände in Griechenland etc…

Abba nu ma von Anfang an, Thomas, der Cheffe der Arche, hadde schon Probleme genug, mit dem Geld, was Ihm zu Verfügung stand, ausreichend Fudder für die Klöthen auf Kreta aufzutreiben. Noch dazu, ´ne Problematick, weil er am Ende zu viel organisiert hat, und die Waage sacht, nee, zu viel, und die letzten Fässer müssen runna, ausserdem bloohß nich´ tangen, zählt allet mit, auffa Waage. Un´ dann noch, im Nachhinein, Boxen ohne Ende . . .

Irgendwann gink´s dann endlich los, ohne wenn und aber.

Na ja, wenn ich an die Leute auf Kreta so denke, ein bisscken tuhn seh mir schon leid. Jeder muss da seine Brötcken verdienen und hat auch nich imma Zeit fürth Apladen. Zwo Mal Verschiebung, datt macht schon so Den oder Die ´en biscken kirre.

Abba die auf Kreta sind einiges gewöhnt, alle waren informiert und als ich endlich auf die Insel war und Carina & Jürgen ( mein Begleitschutz ) getroffen hab`, na ja, en biscken suchen mussten se mick schon, war et für mich, als wenn ich widda zu Hause war. So ville nedde Loide auff´n Haufen hab ick nie gesehn auf den villen Reisen die ick schon gemacht happ.

Erste Station, wie imma wenn ick in Heraklion lande, war Malia. Noch nich ganz auss´m Audo, da haddich auch schon die ersten zwei Zentner Bananen un nen paar Fässer Raki im Sack. Nedde Geehste, irgenzwie meinen die immer mich beschenken zu müssen. Nach der fünften Banane habbich Verstopfung und für danach war wohl der Raki.

Alle warnse da, aus Malia, Sitia, Elounda und sonstewo assem Ostn . Et ging zu wie bei de Armeisen. Ick hadde die Baledden noch nich´ ganz aussem LKW, warnnse auch schon weck. Carina machte Foddos, und Jürgen sah zu, dat auch jeder datt abbekommt, watt Ihm zusteht.

Dann widda, wie imma, ´nen Quärulant, er hädde Wurmmiddel bestellt un´ wo denn seine Bochsen währen? Der glaubt wohl wirklich, Thomas, der Cheffe, könne bei dem eh´ schon villen Stress den er imma so hatt, für jeden auch noch ´ne extra Wurst braten. Datt mit dehn Medikammenten iss wohl irgendwie untergangen oder hat nich geklappt, war sicher keine Apsicht.

Nannoch Müllbeseitigen, Paledden verladen, ´nen biscken mit dem ein oder anderen quatschen, muss auch sein, unn weidder ging´s nach Heraklion zu Verena.

 

Wer disse Frauh kennt, weiss, datt seh´ nich nur erstklassigen Tierschutz macht, sondern auch, so ganz privat ´ne sehr patente Frau iss. Scheut sich nich, sich auch mah die Finger schmutzig zu machen und iss imma fürn Spass zu haben.

Abba erstmal hinfinden . . . Nee zu Ihr nach Hause muss den Krempel mit Sischerheit nich hin, alsoh umdrehn, Jürgen hat dann mit dee Verena telefohniert und Ruck – Zuck habben wir die Abfahrt verpasst, mussten widda wenden, mittem 40zig Tonna nich imma einfach, un´ dann habben wir unz dann nachm weiterm Falschfahren, doch gefunden. So ganz nebbenbeibemerkt, Jürgen tat mir schon nen bisscken leit. Er musste mittem Pick up inner Sonne fahn und stehn und schwitzen, Carina und ich hadden ja Klima im Truck. Abba er hat´s sich ja so ausgesucht. Dafür haben wir Ihn abba mit kalten Getränken versorgt.

Verena hat´s natürlich nich geschafft, den Weg zum Lager zu bettonieren, habbich ihr schon beim letzen Malh ans Herz gelecht, und so musste Jürgen´s Pick up herhalten. Paledden auffe Ladebühne, runnafahn, allet auffm Pick up, runna zum Lager und allet widda raus. Ein ewiges Hin- und Her. Carina hat dann noch Rückwährzfahren gelehnt, und dannoch mitt´m Pick up.

(Woh issn hier eignklich der Rückwerzgang? )

Mein Gott habben wir geschwitzt, mitten inne Middachsonneh. Abba irgendwann wahn wa dann feddich, auch mitt´m ausladen, unn hadden uns auf´n Wech zur Tawerne gemacht, ´ne Wurst mit Brötken hädde auch gereicht, gibbet abba hier nich´. Der Sallat mit Pommes, bisscken gebratene Wurst und „gefüllte Weinblädda“ warn abba auch gut. Da hadde ich meine Verdauungszigaredde noch nich ganz auf, da finnga auch schon widda an zu treiben, Jürgen sacht, die in Retümo warden schohn. Schade, wir hadden sonn Spass mit de Verena, abba leida sindwah jah nich zum Vagnügen da, sondann habben nen Auftrach zu erfüllen. Also waidda.

Jürgen fuhr schomma vor, hadde noch watt im LIDDL zu erledigen. Katzensand, Kacktüten, Bier, ick glop für mick heut abend, sechs Sixpäcks Wasser fürne Omma führ Ihr Kafenion, und watt er sonst noch so braucht zum überleben.

Alz ick midde Carina am Spochrtplatz ankahm, wahren seh widda da, die fleißigen Armeisen, abba andere eben, alle schön dekoriert mittn Nahmensschild, dammitt keiner dazwischen rutscht, der nix kriegen sollt. Da habbich schon so einiges erlehbt. Letztes Mah auff´n Liddl Parkplatz, da hadde sich doch tatsächlich der Chef vom Dienst ´nen Sack Katzenfudder an Land gezogen. Diesma nich!!! Ick hadde ja Jürgen dabei, Neee, datt iss nich für euch, euers steht da, und ich sach noch, imma schön der Reihe nach.

Denn Thomas, der Cheffe hadde ja mit mir, der Carina und ihrem Vadder den LKW beladen, und nu staden wah vor dem Zeugz für Plakias. Na die im Norden denken nuh mal andersrum als die assem Westen. Also ersma datt loose Gelumpe auf Jürgenz Audo, Paledden vorziehn und nen Übbablick verschaffen wer nu watt und wieviehl bekommt. Geduldich harrten die Armeisen aus und dann gink´s los.

Bochsen, Hunde- und Katzenfudda für „Fränz off änimälz Retümo“, Katzenköhrbe und Katzenfudda für „Kätt äh list“. Schwupps die Wupps waren die Paledden lehr. Und da hadde Jürgen noch watt speziellett für Silvia, der Flegestelle von den Fränz entdeckt. Lasange mit Wiltschwein, Cannelohnie mit Hirsch und Takjatelle mit Reh. Ich sach noch, die Fuddamiddlherstella ticken nich sauber, die Packungen sahn aus wir ausser Fertichgerichtapteilun bei Rehweh. Abba schöhnen Abbend Silvia, für Dich, Deinen Hunden und mit dehm lekker Essn. Guten Aptitt !

Watt nu kahm, war so nich vorgesehn. Ehrlich! Ersmah habben Carina un ich mich etwas verquatscht mit den Leuten aus Retümo. Soh nedde un angagierte Leude!!!

Jürgen iss dann schomma vorgefahren, um nen Vorsprunng zu haben, um datt wadda aufn Audo hadde schomma auszuladen, und gechzeitig widda da zu sein wenn wir, also Carina und ich, mit dem Truck, in Plakias eintreffen. Schon widda Pubbe, denkste!!!

Wir wahn grad vom Sporchtplatz logefahren bimmelte auch schon datt Händie. Cheffe wollte wissn wie ett läuft, primo, primo sach icke, und dannach noch mein Cheff, ick mein meinen richtigen, der, bei dem ich angestellt bin. Sabela sabel . . .

Na datt watt gez kommt, würt ich schon gern streichen, aus meinem Bericht, da habben wir doch bei dem ganzen Gequatsche die Ausfahrt vahpasst. Und sind imma schöhn Richtung Kania gefahren. Dann fing der Telefonterrohr an, ers Jürgen, dann Brigitte und widda Jürgen, imma apwexelnt. Wo steckt Ihr? Wie lange noch? Wir warden auf euch. Warum dauert datt soh lange? Ihr müsstett doch schon lange hier sein!!!

Die 90 Minuden Verspähtung vergessen wah mal, und freuen uns auf die Leute von Plakias und Umgebung. Jürgen musste, als wir ankommen erstmal nen bissken Luft ablassen. Er war richtik sauer, hadde ja auch Recht, bisher hadde allet so gut geklappt, abba nuh wurz ja auch schon bald dunkel und da hadda widda einen auf Vadteiler gemacht. Auch wenn datt hier seine Region iss wo wir waren, hier kommt nur datt raus, watt hier hin soll. Plus eine Bissken von jedem, datt wadda vorher schon überall apgezwack hatt, für Kalamakieh, denn die hadde der Cheffe der Arche wohl vagessn.

Halp elf war dann allett an Ort und Stelle, unn Feierabbent. Ick hab dem Jürgen noch nen Sixpack Wernesgü.... Bier mitgebracht, sozusagen zur Besämpftigung.

Und dann, den Rest des Abbbenz, fast aussschließlich Gelaber übber die Tiere. Na ja, irgendwohin müssn seh ja mit dem ganzen Fudda hin, und da giptz schon viel zu erzählen, von den Tieren, die die hier so betreuen.

Trotz dem Ärger, dehn ich dem Jürgen gemacht hap, hadda mir noch ´ne Flasche Rakomelo geschenkt, ( Raki mit Honig ), brauch ich umbedingt für meine griechischen Freunde in Deutschland. Hab ick natürlich sofort probiert, ich hab geschlafen wie ´n Bär, bis Maridda mich am nächsten Morgen zum gemeinsamen Frühstück von meinem Truck abgeholt hat.

No jo, ersmah in Ruhe frühstücken denk ich, heude steht „nur“ Frieda auf´n Plahn un Kania.

Nich mitte Carina, nu fänkt Die auch schonn an zu treiben, jo unn natürlich, Jürgen mischt sich auch noch ein. OK, kann icke denn noch ebben Duschen vielleicht??. JA! Abba tacka tacka!!!

Irgentzwann gik´s dann loos. Jürgen brachte Carina und mich von Seinem Haus zu meinem ElKaWeh, kaum war icke eingestiegen kuckt er schon widder so kohmisch, na ja, biss icke meine Sachens alle verstaut un der Moddor an is und datt Audo startbereit, datt dauert schonne Weile.

Auf zu Friedda un Kollinn. Datt heißt, Kollinn iss ga nich da, ne Stippvisite in England oder soh. Letztes ma, alzich bei denen wa, issa vohrgefahren un hat midde Kettensäge mir nen Weg zu denen nach Hause freigesächt. Diesma ginks nicht,wah ja nich dah. Abba ersma widda hin findn. Frieda meinte am Telefohn: „ersma Kalives apfahn, un da wadde ich auf euch“. Schön für Sie, wie sich spädder herrausstellt iss Kalives nur in Richtun Retümo ausgeschildert un soh standen wah widda irgenzwo inna Pampa Richtung Kania, abba am Ende hamm wah uns dann doch gefundn. Na ja ersma nen Paltz suchen wo wah mittm Truck vahnümpftich paken un ausladen können.

Der Vohlvoh vonne Frieda hat ja noch nich soh allzuviehl Laderaum. Also widda allt runner vonne Bühne, rauf aufn Pick up, hinn zu Frieda und Kollin unn runna vom Pick up. Fünfundzwanzichtuasendmah, glaub ich, dann wannwah feddich.

Abba Zeit muss sein, nen kleinen Rundgank gefällich? Mein Gott, watt hatt die für ville Tiere. Nen Full-Taim-Jopp iss datt auf jeden Fall. Noch ne kalde Limo und weidda ginks nach Kania.

Un dah wah icke mir ganz ganz sischer woh datt nu iss. Währ auch zu schöhn gewehsen. Kurz nacha Apfaht, Feuerwehr un Pozilei. Irgenzwoh brennz und hier gehz nich lang. Na gutt, dann ebben andersrumm. Abba gefunden habbich die aus Kania doch, auch wenz n bißken länger gedauert hatt.

Tinna un Poppieh kandich ja schon, abber dah wah ja noch so einige dazugekommen, um zu helfen. Schön, datt ett auch noch mah Nachwuchs gippt, beim Tierschutz mein ick. Nen riesengroßa LKW, noch mit ner Ladebüne aus Holz, kahm vorgefahn, mit nen richtigen Ammieh drinn. Der bekam zwo Baleddn Fudder für die Tiere auffa Basis. Da hamm die Ärzte vonne Arche schomma kaßtriert, sozusagn alz Danggeschöhn.

Un der Rest wurde gleichmäßich verteilt. Meine gühde, hamm die Ihre Audos übbaladen. Abba Tinna fiel dann noch glücklicherweise ein, datt wee doch noch watt für Maria aus Palle hamm müssn. OK sacht Jürgen, übbaladen wah dann noch ein Audo, auso seinz, und fahn nochma zu Frieda, un lagern datt Zeuk da ein, biss Maria Zeit hatt, datt da apzuhohlen. Ordnung muss sein.

Ohne Bananen und ohne Raki, abba mit viellen, viellen Dankeschöhnz und Küsscken hier, Küsscken dah, hamm wah uns dann von den Tiehrschützann auss Kania vaapschiedett.

Mittlerleihle schon zweividdl vier, ersmal inna Taverne. Jürgen quänggelte rum, er muss gez watt essen. Soll mir Recht sein. Anschießent namma n Stopp anna Audobahn un nomma zu Frieda. Un dann, ap zu Jürgen un Maridda, Faierabbend!!!

In Plakias aum Pakplatz angekommn, ersmah mitte Carina ins Meer baden gegangen, boah war datt erfrischent!!! Danach noch Proviant einkaufen, UND, Zutaten für noch mehr Rakomelo. Der wah so legger gewesen, datt Jürgen sachte, datt machen wah heut abbend noch mah zusammen. Hamm wah auch. Nuh weiß icke auch bescheit.

Nächstn Tach noch klar Schiff gemacht und nachm Middachessen, wah sehhr legger gewesn !!! auf nach Heraklion, aufs Schiff.

Ett wah schön ma widder alle widda zu sehn, zu sehn datt seh noch imma am Ball bleiben und Der oder Die noch dazukommen um den Tieren zuhelfn. Abber weh tutz schonn, Apschiet zu nehm, sind seh doch alle bei dehm ganzen Stress dehn seh so hamm, alle noch Mensch geblieben.

Dange!

Euer Frieda

 

Text & Fotos: Jürgen Wollschläger

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Info Futtertransporte

Über 100(!) Tonnen Futter bewegt der Förderverein Arche Noah Kreta e.V. jährlich nach Kreta und in andere Teile Griechenlands, um die vielen hungrigen Mäuler unserer Tierschutzpartner zu stopfen.

Alleine das Futter, das wir - dank eines tierschutzfreundlichen Großhandel-Kontaktes - im Juni 2008 erheblich vergünstigt kaufen konnten, hat einen Wert von 107.000,00 Euro (in Worten: einhundertundsiebentausend) - würde man es normal kaufen!

Trotz der relativ günstigen Beschaffungskosten für das Futter (das ist zum Beispiel Bruchware) entstehen pro Futtertransport Kosten zwischen 5.000 und 10.000 Euro.

Damit wir die Transporte weiterhin durchführen können, bitten wir um Ihre Spende!

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09.08.08, Stefan Grothus