Newsarchiv
Spendenkonto
Kontoinhaber: Förderverein Arche Noah Kreta e. V.
Institut: Commerzbank Lübeck
BLZ: 230 400 22
Kto.: 020923900
IBAN: DE02 2304 0022 0020 9239 00
BIC: COBADEFFXXX
Kontodaten als Textdatei
Der Förderverein Arche Noah Kreta e. V. ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
Quicklinks:
Newsarchiv der alten Webseite
Diese Seite zeigt einen Newsbeitrag der alten Webseite, daher wird er auch mit grünem Hintergrund dargestellt. Diese Rubrik wird nicht gepflegt oder aktualisiert. Aktuelle Newsmeldungen finden Sie in unserem News-Blog.
Brief an das Ministerium
Der griechische Tierschutzverein "Schutz der Tiere" aus Chania hat einen beeindruckenden Brief an das griechische Landwirtschaftsministerium verfasst. Dieser Brief wurde in der Tageszeitung Chaniotika Nea am 28. Juli veröffentlicht.
Chaniotika Nea, Montag, 28. Juli 2008-07-28
Nachrichten
VOM VERANTWORTLICHEN MINISTERIUM
Untätigkeit und Falschinformation
bezüglich des Streunerproblems
Intensive Kritik an der Untätigkeit, die sich wie ein roter Faden durch die Themen zieht, die sich direkt oder indirekt mit dem Schutz der herrenlosen Tiere befassen, übt an der politischen Führung des Ministeriums für landwirtschaftliches Wachstum und Nahrung der Tierschutzverein Chanias „Schutz der Tiere“.
In seinem Brief an den Unterstaatssekretär Kostas Kiltidis betont der Verein, dass das Ministerium „mit seiner Vogelstraußpolitik zum Thema der Tiere, durch die es sich auszeichnet, das Bild unseres Landes im Ausland und bei den Tausenden von Touristen in Misskredit bringt und trübt und dass die Ursache, dass sie nicht mehr wieder kommen, das „Glück der Tiere in Griechenland“ ist.
DER BRIEF
In seinem analysierenden Schreiben an Herrn Kiltidis unterstreicht der Tierschutzverein Chanias „Schutz der Tiere“ folgendes:
„Wir lasen im Internet die Pressemitteilung vom 24/6/08, die Sie wegen des Problems der herrenlosen Tiere in unserem Land veröffentlichten.
Wir glauben aufrichtig nicht, dass Sie die tragische Situation kennen, in der die herrenlosen und die Haustiere in ganz Griechenland stecken, aber es ist die Taktik und die Politik der verantwortlichen Ministerien, die Situation verschönt darzustellen, weil sie beweisen müssen, dass sie ihre Arbeit gemacht haben.
Andernfalls leben wir entweder auf verschiedenen Planeten, oder Sie verspotten wissentlich die griechische Bevölkerung und die, die außerhalb der Angelegenheiten stehen.
Es könnte wahrlich niemand den Standpunkt Ihres Ministeriums bezüglich der Situation der herrenlosen und der Haustiere in unserem Land verstehen, außer als ein Standpunkt mit starkem Humor, denn wie sonst könnte jemand Ihre Meinung, wie glücklich die Tiere in unserem Land sind, erklären!
Die Wahrheit, Herr Unterstaatssekretär, und die Liebe lassen sich nicht verstecken. Es wird der Augenblick kommen, in dem alle verstehen werden, wie weit Sie sich außerhalb der Wirklichkeit befinden, die enorme Verantwortlichkeit des Ministers, der Unterstaatssekretäre und aller ihrer Vorgänger. Nicht, dass Sie glauben, ich würde gegen Sie opponieren; es wird der Moment kommen, wo sich der gerechte Zorn und der Protest sowohl der griechischen als auch der ausländischen Tierfreunde sammeln werden.
Der Topf kocht, und es wird nicht lange dauern, dann läuft er über. Solche Antworten wie die Ihren laden sogar noch das Klima auf und führen noch viel schneller dazu, dass die Wahrheit aufscheint.
Sehen Sie und Ihre Berater wirklich nicht, wie die Lage ist, in der sich die Tiere in unserem Land befinden? Wir laden Sie deshalb nach Kreta – oder aber auch in irgendeinen anderen Teil des Landes – zu einer geführten Tour in der schönen Welt der Tiere ein. Sehen Sie die moderne Verbrennung der Tiere, den ehemaligen Folterplatz der Tiere und den Ort, der von dem aufgespießten Hundchen zeugt, sehen Sie blinde, angeschossene Hunde… Sehen Sie die auf den Straßen zermalmten Tiere, die vergifteten, verwundeten, die ausgesetzten, die ohne Hilfe langsam und qualvoll sterben, bis aufs Skelett abgemagerte, kranke, vielfach fürchterlich misshandelt von ihren Besitzern, Müllcontainer voller Welpen, Kätzchen und erwachsener kranker Tiere, die noch lebend durch die Maschinen der städtischen Müllfahrzeuge zerquetscht werden, Tiere, die ihr Leben lang an einer höchstens ein Meter langen Kette angebunden sind, ohne Unterkunft, ausgesetzt der Gluthitze und dem Schnee, der Kälte, dem Regen, vielleicht mit einem durchlöcherten und vergammelten Fass als Behausung (für das wir als Griechen und auch als Kreter einen Preis für dessen Erfindung bekommen sollten, denn nirgendwo sonst in der zivilisierten Welt gibt es ein Patent für das Fass).
Schließlich diese Schande der Schäfer, die die Tiere an der Straße anbinden, ohne Wasser mitten in der unerträglichen Gluthitze, eingegraben mitten im Schnee, aufs Skelett abgemagert, voller Zecken und um sie herum weggeworfenes Brot als Nahrung.
Wir wissen, dass Sie uns sagen werden, dies seien Einzelfälle. Ein nettes Bonbon, um unsere Verantwortung abzuweisen.
Wir wundern uns, ob sich der Premierminister bewusst ist, dass das Agrarministerium mit seiner Vogelstraußpolitik zum Thema der Tiere, durch die es sich auszeichnet, das Bild unseres Landes im Ausland und bei den Tausenden von Touristen in Misskredit bringt und trübt und dass die Ursache, dass sie nicht mehr wieder kommen, das „Glück der Tiere in Griechenland“ ist.
Haben Sie begriffen, wie schädlich für den Tourismus und die Wirtschaft unseres Landes diese Ihre Politik ist?
„Die Freiheit braucht Tugend und Mut“ sagt unser großer Dichter Andreas Kalbos. Wir verlangen von Ihnen, die Tugend und den Mut zu zeigen, die nötig sind.
Hören Sie einmal auch die andere Seite an, die der Tierfreunde – die Sie im Wesentlichen Verbrecher nennen, wenn Sie ihnen unterstellen, dass sie die Tiere ins Ausland für Experimente senden, in einem Moment, wo die meisten von ihnen ihr Privatleben opfern, um den „glücklichen Tieren“ unseres Landes zu helfen.
Beschaffen Sie sich einen Gesamtüberblick über das Thema. Schließen Sie nicht die Augen und die Ohren gegenüber der Wahrheit und der Wirklichkeit, die völlig unterschiedlich und anders sind als das, was Sie darstellen.
Behalten Sie auch im Gedächtnis, dass zwar das Ministerium– allerdings nicht jedes Jahr – den Gemeinden die Kastration von Tieren finanziert, jedoch von dem Moment an, wo die Gemeinden nicht auch Tierheime für deren vorübergehenden Aufenthalt zur Verfügung stellen, bis sie adoptiert worden sind, das Geld der griechischen Öffentlichkeit und der griechischen Steuerzahler buchstäblich hinausgeworfen ist, da nach kurzer Zeit alle diese Tiere an Vergiftungen oder durch Verkehrsunfällen sterben.
Wissen Sie, dass die Kastration herrenloser Tiere alleine das Problem gar nie lösen kann, da von einem neu ausgesetzten Tier wieder Hunderte Welpen oder Kätzchen abstammen können?
Was machen Sie in Bezug auf dieses Thema, wo Sie sich auf die Existenz des Gesetzes berufen, für das es aber keine substanziellen und wirksamen Maßnahmen gibt, damit es angewandt wird?
Was machen Sie in Bezug auf die Kastration von Haustieren von denen nur 10 % durch die Besitzer kastriert werden?
Diese Fragen müssen Sie sich stellen und sie lösen, andernfalls, wie man auch auf Kreta sagt: „Manolis baut (nur) mit Worten Dachgeschosse und Keller“.
Und bis das Problem in unserem Land gelöst ist, lassen Sie die unglücklichen Tiere, damit sie einen warmen, gastfreundlichen Schoß finden, auch ins Ausland gehen. Berauben Sie sie nicht dieser Chance, denn sonst begehen Sie ein Verbrechen zu Lasten des Lebens dieser Tiere. Darüber hinaus ist es ein politisches Vergehen, wenn Sie die mit uns verbündeten Länder der Europäischen Union und der NATO beschuldigen, Grausamkeiten zu Lasten der herrenlosen Tiere unseres Landes zu begehen, und eines Tages kann sich unser Land wegen Ihnen und Ihren Beratern unwiederbringlich im Abseits wieder finden.
Und dann, wie werden Sie das Unerklärbare erklären?

Danke an Regina Schmid für die Übersetzung!
![]()
Spendenkonto Förderverein:
Bankverbindung:
Kontoinhaber: Förderverein Arche Noah Kreta e. V.
Institut: Commerzbank Lübeck
BLZ: 230 400 22
Kto.: 020923900
IBAN: DE02 2304 0022 0020 9239 00
BIC: COBADEFFXXX
02.08.08, Stefan Grothus







