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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Freitag, 10. September 2010

Newsarchiv

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Diese Seite zeigt einen Newsbeitrag der alten Webseite, daher wird er auch mit grünem Hintergrund dargestellt. Diese Rubrik wird nicht gepflegt oder aktualisiert. Aktuelle Newsmeldungen finden Sie in unserem News-Blog.

Datum der News:2008-06-26

Tierschutzbericht 2007 von der Südküste Kretas/Gemeinde Finikas

"Es gibt tatsächlich Leute, die sich für mich und meine Kumpels interessieren??? Na denn…. Ich kann ihnen eine ganze Menge erzählen: Seit gestern bin ich fast ständig im Auto und B. (so nenne ich mein Frauchen, weil Frauchen hört sie nicht gern) fährt mich zu üblen Orten.
Überall hängen Kumpels an der Kette, oh, wie ich das selber gehasst habe! und haben Hunger. Sie kriegen ordentliche Portionen, B. tätschelt sie ein Weilchen und macht alles sauber. Sie nennt das die Stall-Versorgungsrunde ..."
Brigitte Scheichel und Angelo berichten aus Plakias

TIERSCHUTZBERICHT 2007 VON DER SÜDKÜSTE KRETAS/GEMEINDE FINIKAS

Mein Name ist Brigitte Scheichel und mittlerweile lebe ich seit 12 Jahren auf Kreta, bin Mitglied im regionalen Tierschutzverein FRIENDS OF ANIMALS RETHYMNON und beim FÖRDERVEREIN ARCHE NOAH KRETA e.V.

Alle Jahre wieder soll es nun auch einen Einblick in das letzte Jahr 2007 geben, das unser Tierschutz Team wie gewohnt im Bann gehalten hat. Das Team hat sich nur unwesentlich verändert: MARITA und JÜRGEN (Pflegestelle für Hunde und manchmal auch für Katzen, Website-Betreuung, Hundehüttenbau und viiiieeeles mehr, KATHIE und BRIAN (Pflegestelle für Katzen), MAREN, SUSANNE, LESLIE, EVI und ANDREA (Betreuung von Stall- oder Wegehunden), CAROLINE (Basar), SILKE (Spendenboxenbetreuung), ERIKA und TONI (Pflegestelle für Hunde, wenn Marita und Jürgen belegt sind), einige Helfer, die in Notfällen angerufen werden können.
Weitere Aufgaben sind:

  1. Organisation und Koordination aller anfallenden Arbeiten
  2. Info-Telefon, d.h. sämtliche Anfragen landen auf unserem Tierschutzhandy. Wer möchte Tiere, wer hat welche abzugeben? Wer hat Probleme, braucht Hilfe?
  3. Notfalleinsätze bei Vergiftung und Unfall und Fahrten zum Tierarzt. Erst wenn die weitere Behandlung geklärt ist, Medikamente besorgt sind, gehen die Tiere in die Pflegestellen. Weitere medizinische Versorgung z.T. in den Pflegestellen möglich, sonst tägliche Versorgung durch mich.
  4. Tierarzttouren, Vorbereitung zur Ausreise nach Deutschland mit EU-Pass, Impfungen und Mikrochip.
  5. Futterverteilung: Wer braucht Futter? Verteilung und Beschaffung.
  6. Hundehütten: Welcher Hund braucht eine? Wer ist der Besitzer? Erlaubnis einholen – Aufbau-Instandhaltung
  7. Kastrationsprogrammerstellung. Wer hat Tiere zum Kastrieren? Wo sind sie? Logistische Planung bis zum Tierarzt und Nachversorgung.
  8. Betreuung von Stall- und Wegehunden
  9. Öffentlichkeitsarbeit: Treffen mit Touristen und Einheimischen. Arbeit vorstellen, Spenden erbitten.
  10. Vermittlung der Hunde und Katzen, die hier kein neues Zuhause bekommen können. Sehr viel Arbeit über Telefon und Internet.
  11. Nachkontrollen der vor Ort vermittelten Tiere
  12. Administrative Arbeiten: Protokoll über jedes Tier. Abrechnung. Austausch mit Rethymnon über alltägliche Entscheidungen, da wir EIN Verein sind.
  13. Flugpatenwerbung.
  14. Unterstützung der Urlauber, die ein gefundenes Tier mitnehmen möchten.
  15. Spendenboxen. Bestellen, Aufbauen, Texte erarbeiten, Betreuung.
  16. Flohmarktorganisation und Durchführung.
  17. Flugboxen aus Deutschland zurückorganisieren.

Auf unsere SORGEN und NÖTE möchte ich in diesem Bericht weniger eingehen, denn es hat sich wenig zum vergangenen Jahr geändert.

Tierschutzbericht 2006

Nur soviel: Der Trend in Deutschland geht zu klein- mittelgroßen Hunden. Unsere großen
Hunde haben kaum Vermittlungschance. Deshalb setzen wir noch mehr Energie in Kastrationsprogramme, damit das Streunerproblem reduziert wird, müssen allerdings die bestehenden großen Hunde nach Kastration wieder auf der Strasse aussetzen. In unserer Region bedeutet das im Schnitt eine Lebensdauer von 3-6 Monaten. Meist sterben sie durch Unfall, Gift oder werden erschossen.
Das macht mich sehr, sehr traurig. Wir bräuchten eine Pflegestelle unabhängig vom Verein (sprengt den finanziellen Rahmen),der zumindest die Schwächeren, Älteren oder anderweitig gehandicapte, solange aufnehmen kann, bis eine Vermittlung in Deutschland arrangiert ist. So würden keine Tierheime blockiert werden.

HERAUSRAGENDE EREIGNISSE

Die Zeit mit unserer Praktikantin CARINA. Wir haben viel zusammen erlebt, aber das hat sie schon selbst zusammengefasst unter: index.php?id=223&tx_wfqbe_pi1[uid]=338. DANKE CARINA!!!!!

Natürlich immer wieder auch die Futtertransporte der Arche Noah, auf die wir immer wieder sehnlich warten!

Der Aufbau von neuen Hundehütten. Es ändert nichts grundsätzlich an der Situation der Hunde, macht aber ihr Schicksal ein wenig erträglicher. (http://www.finikas.de/hundehuetten2008-2.html)
Die Ideen von Einigen, wie man Spendengelder bekommen kann. Z.B. wurden Bücher an der Straße verkauft, von der englischen Gemeinde ein regelmäßig stattfindender Quizabend organisiert, deren Erlös uns zugute kam oder Tiere getöpfert, deren Erlös zum Teil an uns ging.

Hüttenbau


Die Flohmärkte. Der Frühlingsbasar fiel buchstäblich ins Wasser, dafür verlief der Herbstbasar umso besser.

Flohmarkt für den Tierschutz

 

Kreuz und quer durch Deutschland, um unsere Flugboxen wieder einzusammeln.

Die besten Ideen, diesen Jahresbericht zu gestalten oder die Geschichten zu formulieren, habe ich meistens während meiner Autofahrten. Leider sitzt niemand neben mir, dem ich diese Gedanken schnell diktieren könnte. Wehe ich sitze am Laptop und soll sie wiedergeben… Wer kennt das nicht? Daraufhin war der Wunsch geboren, dass es jemand Anderes für mich schreibt. Und da fiel mir prompt jemand ein… Jemand, der zwar kein Diktat schreiben kann, aber sehr wohl seine Lauscher spannt und ein hervorragendes Gedächtnis hat und der mich fast immer begleitet. Bestens geeignet, weil er viel mehr Zeit hat, alles mit viel Muße erzählen kann und weil er zwangsläufig langjährige eigene Erfahrungen im kretischen Tieralltag sammeln durfte. Er kann ja schon mal mit den letzten Tagen anfangen und ich sortiere das letzte Jahr…

Es ist der Ex-Stallhund ANGELO (griechisch übersetzt: Engel), den ich vor mehr als 10 Jahren auf einem Nachbargrundstück entdeckt habe und seitdem betreue.

(http://www.wdr.de/tv/service/tiere/inhalt/20061217/b_2.phtml)
Vor ein paar Monaten durfte ich ihn komplett von der Kette befreien, da der Besitzer zugeben musste, dass der Hund zusehends aufblühte, wenn er mal herumrennen durfte. Und er liebt ihn. Schwer verständlich, aber da  bin ich mir sicher. Ab dem Zeitpunkt ist er nicht mehr wieder zu erkennen. Er versucht zu spielen mit seinen 13 Jahren und musste erst einmal lernen, wie das geht. Er hat den ganzen Verkehr im Griff, wer hier lang fahren darf und wer nicht… Und … er will auf jede meiner Touren mit. Er schläft neben meinem Auto, um ja nicht mein Losfahren zu verpassen. Ist es doch mal passiert, sucht er die ganze Ortschaft stundenlang ab… EIN FREUND FÜRS LEBEN anstatt anonymer Kettenhund. Lernen Sie ihn kennen und Sie werden verstehen, warum er für mich immer wieder Ansporn ist, seinen Kumpels zu helfen, sie mit Augen zu sehen, die das ganze Wesen erfassen und eben nicht nur als Objekt …

Es gibt tatsächlich Leute, die sich für mich und meine Kumpels interessieren??? Na denn…. Ich kann ihnen eine ganze Menge erzählen:
Seit gestern bin ich fast ständig im Auto und B. (so nenne ich mein Frauchen, weil Frauchen hört sie nicht gern) fährt mich zu  üblen Orten.
Überall hängen Kumpels an der Kette, oh, wie ich das selber gehasst habe! und haben Hunger. Sie kriegen ordentliche Portionen, B. tätschelt sie ein Weilchen und macht alles sauber. Sie nennt das die Stall-Versorgungsrunde.
Ich kann das gar nicht lange sehen, weil ich weiß, wie meine Kumpels sich fühlen. Klar hab ich mich gefreut, wenn sie kam, aber ich hab es auch gehasst, weil ich immer bei ihr sein wollte und nicht durfte.
Wenn sie mich mal von der Kette los gemacht hat, nachdem sie mit meinem Besitzer verhandelt hatte, bin ich wie der Blitz hinter den Autos her. Was ein Spaß! Diese erschreckten Gesichter! Köstlich! Ich bin ein echt guter WEGEPOLIZIST!

Gestern hat es einen Kumpel erwischt. Er ist nicht an der Seite des Autos mitgelaufen, sondern vors Auto geraten. B. hat einen Anruf bekommen, und wenn sie seeeehhhr schnell zum Auto läuft, ahne ich schon nichts Gutes, rein mit mir und wie der Blitz zu besagtem Hund. Alle haben geweint, weil es nicht irgendein Hund war, sondern JESSI und er war tot. Hier haben fast alle einen Namen und Geschichten. JESSI wurde als Welpe ausgesetzt und musste mindestens zwei Tage weinen, bis jemand B. angerufen hat. Patrizia und Leslie haben ihn gepflegt, weil die Hundepflegestelle belegt war. Sagt B. Ich glaub, sie meint den Garten, in dem ständig jede Menge von uns abhängen. Ich kann die nur von draußen sehen, weil der dicke FILOS, der Hund von B`s Freundin, mich nicht mag und rumzickt. Aber zurück: JESSI durfte dann für immer bei ihnen bleiben, weil er so süß war. Was das bedeutet, kann ich mir nur denken. Wenn ich mir Mühe gebe und ganz herzerweichend gucke (kann man üben!), sagt B. das auch immer zu mir. Meistens kommen auch noch Streicheleinheiten. Schön doof, wer das nicht einsetzen würde, oder?
JESSI hatte vor kurzem einen kleinen Kumpel von B. bekommen und sich klasse mit ihm verstanden. Patrizia hoffte, dass JESSI dann ruhiger werden würde und er nicht mehr den Autos nachrennen würde….


Jessi

Dann musste ich Stunden warten, weil B. und Marita Hundehütten gesägt, gebohrt und gestrichen haben.

Kein Spaziergang, kein Jogging und auch nicht zu den Pferden. Obwohl letztere auch nicht so mein Fall sind. Die sind mir zu groß und ich habe gerne selbst den Überblick…Aber ich muss mit B. schimpfen. Sie sagt selbst immer „aus der Ruhe kommt die Kraft“, also komm, wir gehen wandern oder so, aber auch heute sieht es wieder lau aus.
 B. sagt dann immer, dass sie eigentlich keinen eigenen Hund wollte, weil sie einfach keine Zeit hat und sehr viele ..fast ..eigene hat. Ich hätte mich einfach so in ihr Leben geschlichen und muss jetzt halt  mitlaufen!?…Das meint sie aber nicht so streng, denn wenn es mir mal nicht gut geht, ist sie ganz traurig. Dann fährt sie mich zu einem Mann, der mir Pillen verschreibt oder sonst was mit mir veranstaltet. Ich kann Ihnen sagen, dass ist nicht immer angenehm! Die Pillen spuck ich meist in hohem Bogen wieder aus, so eklig sind die. B. schimpft dann, weil die wohl sehr teuer waren und gut für meine Knochen sind?

Einmal war mir lange schlecht und ich mochte nichts essen, da ist sie zum Metzger gefahren und hat mir leckere Knochen gekocht. B. war ganz überrascht, dass ich die mit meiner Kauleiste noch fressen konnte, denn da fehlen schon seeehr viele Zähne. Leider holt sie die nicht ständig, ich glaub, ich muss mal wieder ein bisschen hungern… Aber weiter mit den Geschichten…
Heute wieder Hütten, Hütten, Hütten und dann ein Anruf, dass schon wieder ein Kumpel verunglückt ist. Rein ins Auto und los. Auf dem Weg dorthin hat B. laut geredet. Oh nein, lass es nichts Schlimmes sein. Heute ist Mittwoch und alle Tierärzte haben zu. Es war aber schlimm. KARMA lag auf der Erde und rührte sich nicht. Sein Blick war glasig.


Karma

Da kommt B. immer ins Rotieren. Ist es eine Vergiftung? Wenn ja, von was oder was ist es sonst? Sie sagt, dass sie einiges weiß, aber eben doch keine Tierärztin ist und das hat sie schon oft verflu… Das Wort hab ich vergessen, aber es hörte sich nicht gut an…
Die Frau, die KARMA im Straßengraben gefunden hat, rief dann die Besitzer an, denn B. kannte KARMA ja (sie hat ihn selbst vermittelt) und besprach die Lage. Einer sollte halbstündlich alle Handynummern der Tierärzte anrufen, um wenigstens einen zu erwischen. In der Zwischenzeit Infusionen unter die Haut, Versorgung aller äußeren Wunden, provisorisches Schienen eines kaputten Beines und dann haben sie ihn sauber gemacht und in warme Decken gepackt. B. bat Marita, mit der Besitzerin nach Rethymnon zu fahren, sobald ein Arzt erreicht worden wäre.

Danach sind wir noch zu einer Griechin gefahren, die sich auch viel um uns Tiere kümmert. Sie hatte ein ganz krankes Kätzchen und wusste nicht weiter. B. hat ihr Antibiotika gegeben und gesagt, wie sie sie geben soll. Und irgendwas, um die Ohren sauber zu machen. Die waren ganz schwarz und B. meint, dass dies nicht gut ist. Ich wollte schon längst los, aber wir mussten noch mal zum Auto und zurück, weil die Frau für das Kätzchen Spezialfutter brauchte…

Dann hat sich auch W. gemeldet, wo wir denn bleiben würden, die Gäste würden schon warten oder so (das ist der Mann im Haus von B.). Der mochte mich am Anfang gar nicht und hat BLÖDER KÖTER zu mir gesagt!? B. hat mich immer in Schutz genommen, versteht sich. Mittlerweile habe ich den aber auch im Sack! Hat gedauert und war ganz schön anstrengend!!! Ich schwör ja auf die Mitleidstour. Blick etwas senken, große traurige Augen und wenn dann noch ein, zwei Tränen einsetzbar sind, klappt es immer…

Auf der Rückfahrt rief dann noch TINI an, die hat ein Haus in Kerames und will wohl auch einen von uns haben, weil sie ihren alten Hund vergiftet haben. Sie versucht grade, mit einem Bauern zu verhandeln, dass sie einen Hund losmachen darf, der ganz abgemagert ist, in der Sonne schier eingeht und ihr sehr Leid tut. B. hat ihr ein paar Tipps zum Umgang mit diesem Griechen gegeben und gesagt, dass sie ihm ja kein Geld geben soll. Da hat sie sich schon öfter drüber aufgeregt, dass Leute aus anderen Ländern hier Hunde freikaufen und die Einheimischen sich einen Spaß daraus machen. Da hängt sofort der Nächste dran, sagt B. dann immer und vor allem machen immer mehr Bauern noch zusätzliche Hunde fest, in der Hoffnung, dass sich ein Dummer findet, der für ihn bezahlt.
Dann noch eine Katze in Sellia, die Fotos sagen alles… Ich mag Katzen, sind gute Kumpels. Ich hatte auch einen, der immer nachts mit mir in meiner Tonne geschlafen hat.

Zuhause angekommen hat B. nur noch gegähnt und gesagt, ich soll ruhig mal schreiben, dass es hier ständig so zugeht…
Nachdem ihre Freundin vom Tierarzt aus angerufen hat, war B. ganz traurig. KARMA hatte mehrere Trümmerbrüche am Becken und den Darm verletzt. Sie haben ihn einschläfern lassen, weil hier so was niemand operieren kann und auch, weil der Verein es nicht hätte bezahlen können. Die Besitzerin hatte B. nämlich gesagt, dass sie ihn nicht zum Arzt bringen kann, weil sie im Moment kein Geld hat. B. hat sie beruhigt und gesagt, dass kein Tier hier so liegen bleiben muss, weil kein Geld da ist. Dafür gehen wir ja immer wieder sammeln und machen Flohmärkte, damit jedes Tier seine Chance bekommt. Soweit es in unserer Macht steht… Sie sagt auch immer wieder, dass es oft nicht gut aussieht und sie viele Menschen fragen muss, ob sie mithelfen können!?

B. hat sich alles durchgelesen und gemeint, dass ich mich ja ganz schön geoutet hätte..?  Sie schreibt mal weiter, weil Sie jetzt etwas über das letzte Jahr erfahren sollen…

FRED, KARIM und OTTO
Sie waren bis auf die Knochen abgemagert und wir wussten auch bald, warum: Leishmaniose positive Hunde. Die griechischen Auflagen in diesem Fall bedeuten: Einschläfern. Da ich das aber immer nicht konnte, musste ich andere Wege der Finanzierung und der Vermittlung finden. Es ging nicht über den hiesigen Verein. Wir haben meist nicht einmal genug Geld für die gesunden Hunde… Die Arche Noah und das Tierheim Vlotho halfen uns in diesen Fällen. Jetzt sieht es aber so aus, dass in Deutschland kaum einer dieser Hunde haben will und sie zu lange die Pflegestellen blockieren, d.h. wir können keine Neuen nachschicken. Irrtümliche Informationen bezüglich Leishmaniose sorgen ebenfalls dafür, dass ich keine Chance mehr für diese Hunde sehe. Bitte glauben Sie mir, dass wir bis zuletzt versucht haben, auch diesen Tieren eine Chance zu geben, aber wenn die Möglichkeiten fehlen…


Fred


Otto

 

FOTIS und MACHO
Beides von uns vor Ort vermittelte Hunde, dessen Besitzer einer Kastration nicht zugestimmt haben. Beide (und nun auch noch KARMA) streunten oft tagelang herum, wenn Hündinnen läufig waren und kamen oft geschunden zurück. Mit FOTIS bin ich einmal zum Tierarzt gefahren, weil er ein gebrochenes Bein hatte und die Besitzer, Tavernenbesitzer und mitten in der Saison, nicht die Zeit dazu hatten. Sie haben alles bezahlt. Beide Hunde sind nicht mehr aufgetaucht. Wir können nur rätseln, was passiert ist.


Macho

DUSTY
Ein Hund wurde in Plakias angefahren und wird von den Besitzern selbst geschient. Als ich davon hörte, wusste ich, wie das ausgehen wird. Diese Tiere sterben oft aufgrund einer Infektion. Als ich den Verband mit Bambusstock sehe, rieche ich schon, dass der Hund schnellstens zum Arzt muss. Den albanischen Besitzer bitte ich, alle seine Freunde zum nächsten Basar zu schicken, sozusagen als Dankeschön, dass wir uns jetzt professionell um den Hund kümmern. Er hat Wort gehalten und wir haben jede Menge verkauft… und die Unkosten für die Behandlung getrennt einsammeln können.


Dusty

JACK
Touristen haben ihn entdeckt, hoch in den Bergen, in einer windschiefen Hütte. Das Metallhalsband ist eingewachsen.
Wir dürfen ihn operieren und gesund pflegen, danach muss er wieder zurück. Er wird nun regelmäßig von uns betreut.


Jack (also der Hund da... ;-))

SELLIA
Anruf, dass ein vergifteter Hund gefunden wurde. Die Griechin hat ihr schon Atropin als Gegenmittel gespritzt. Das ist im Prinzip löblich, nur dieser Hund hat kein Gift gefressen, sondern ist so voller Flöhe, dass sie deshalb Vergiftungsanzeichen hat. Es müssen Millionen sein, wir haben so was noch nicht gesehen. Ihr geht es innerhalb von wenigen Tagen besser und der Besitzer wird zudem ausfindig gemacht. Der hat verstanden, dass wir sauer waren und Besserung gelobt....


Selia

MIKA
Ein wunderschöne belgische Schäferhündin. Sie wird in Spili von einem Griechen neben der Strasse  gefunden und bei uns abgeliefert. Sie humpelt stark, hat eine alte Verletzung am Hinterbein. Mit Hilfe von Dr.Dlouhy in Nürnberg hat auch sie eine Chance bekommen. Dieser hilft oft, wenn es um schwierige Operationen geht, die wir uns finanziell nie erlauben könnten.


Mika

ARIS
Unser Hasenhund genannt. Über ihn haben wir bereits berichtet, nur soviel: Wir vermuten, dass er hinter einem Motorrad hergeschleift wurde.


Aris

MARIE
Ein Bauer fragt, was denn seine Hündin wohl hat? Eigentlich sehr eindeutig. Eine grapefruit große Hernie, d.h.. Gedärm ist durch die Bauchdecke nach außen gerutscht..
Die eigentliche Frage war eher, kannst du sie zum Tierarzt fahren....


Marie

CHEPPI
Niemandsland. Ich gehe spazieren, brauch ein wenig Ruhe.., aber die wird gestört: Ich entdecke Cheppi. Kein Schatten, Wasser, Futter,...Mehrmalige Kontrollen später mit gleichem Ergebnis. Sie wandert in unsere Truppe.


Cheppi

 

BEAUTY, SWEETY, MISO und BOSS
Evi, eine griechische Tierfreundin, bekommt sie von einem Griechen per Karton ins Haus gebracht. Er hat sie neben einer Mülltonne gefunden und zwei Geschwister behält er für sich. Bei Evi ist er richtig, sie nimmt alles auf, was Hilfe braucht, nur leider meist so viel, dass sie in regelmäßigen Abständen depressiv oder hysterisch wird. Natürlich bekommt sie jede Hilfe von uns, bezüglich medizinischer Versorgung, Finanzen, Futter etc. Aber auch sie muss lernen, NEIN zu sagen, da sie uns sehr viel Arbeit vermittelt und Grenzen unausweichlich sind. Das JA sagen fällt leicht, aber die Konsequenzen selbst auszuhalten ist schwer. Wem erzähl’ ich das?
Unter anderem kam auch GINA von ihr.


Evi mit den Welpen

GINA mit VANGELIS, PIRATIS, NIKOS und KOSTA
Eine Nachbarin von ihr hat einen Hund, den sie bei Evi abliefert, denn die kann, wie gesagt, nicht NEIN sagen und jeder weiß das. Nachdem ich die Hündin gesehen habe, frage ich Evi, ob die Nachbarin nichts von Welpen gesagt hat? GINA muss gerade geworfen haben. Auf Nachfrage kommt ein zögerliches JA und die Peinlichkeit ist der Frau ins Gesicht geschrieben. Sie kramt sie aus dem Müll hervor und Gott sei Dank, alle sind in Ordnung.
Alle landen nun in Evis Vorgarten und müssen dort auch bleiben, weil wir wieder voll sind. Ein Welpe wurde von einem Greifvogel getötet, woraufhin GINA sich einen unterirdischen Tunnel unter einem Olivenbaum gegraben hat, um die Kleinen zu schützen. Genial.
Unter die Rubrik Hündin mit Welpen passt auch:


Gina


Ginas Welpen

 

EMILY mit LARA, LENYO, STANLEY, LASSE, KENZO, SERAFINA, MARIE und LENI
Direkt neben dem Swimmingpool eines großen Hotels hat EMILY ihre acht Kleinen bekommen und die Manager rufen aufgeregt unseren Verein an. Wir haben gerade CARINA da und diese freut sich über die Bande…

TASULA mit BOLLE, KNUT, SAMSON und PIET
Ähnliche Geschichte, nur dass es die Privatgarage einer griechischen Familie war.

 

TETA, TOTIS und TESSA
Ein Pet shop in Rethymnon kriegt auch öfters Präsente… Es ist wohl bekannt, dass wir in diesem Fall helfen.

PAULA und FREDDY
Touristen aus einer großen Ferienanlage haben eine Tour in die Berge bei Kallikratis gemacht und dabei sechs mutterlose Welpen im Niemandsland entdeckt. Ich erinnere mich gut. Wir waren alle derart müde und wirklich in Versuchung, nichts zu tun. Viel zu weit weg. Wo fängt es an und wo hört es auf?
Aber Welpen ohne Mutter… Marita, Jürgen und ich verbinden es mit einem Ausflug, der als Ziel aber wieder das Finden von Welpen hat. Zwei sind immer noch an beschriebenem Platz, völlig ausgehungert und sichtlich erleichtert, dass sie jemand in die Arme nimmt. Nach stundenlanger Suche im Umfeld fragen wir am nächsten Ort nach, ob jemand was weiß. Und tatsächlich. Es hatte sich herumgesprochen, dass dort ausgesetzte Welpen sind und die Gesündesten wurden bereits mitgenommen…

KIKI, BOBO, CHESS, MELLY und PÜNKTCHEN
Ein Anruf aus Listaros, dass eine streunende Hündin mit 4 Welpen in Gefahr ist, vergiftet oder überfahren zu werden. Auch hier eigentlich nicht unser Gebiet, aber in dieser Gegend gibt es nur wenig Tierschutz und es geht wieder um Welpen… Die Anruferin verspricht, für alle zu sammeln, damit ein Teil für die medizinische Versorgung schon mal reinkommt. Die Mutter verschwindet am nächsten Tag, dafür bekommen die Tierschützer noch PÜNKTCHEN als Dreingabe von einer Griechin. Sie erfreut uns übrigens jeden Tag, da Marita sie adoptiert hat.


Kiki


Bobo


Chess


Melly

 

 

AMIDEWA
Er wurde von Engländern schreiend am Straßengraben gefunden. Gerade einmal vier Wochen alt. Ein Auge schwer verletzt. Unsere Pflegestelle rappelvoll. Niemand da, der ihm die Flasche in dreistündlichen Abständen geben kann. Hier fiel die Entscheidung schwer, aber zu unseren Gunsten. Wir haben ihn einschläfern lassen. Noch heute verfolgt mich dieses Bild beim Tierarzt…

Ein paar Fotos von anderen Welpen, deren Geschichten so oder ähnlich verliefen:
Die Fotos, wo wir zu spät gerufen wurden, werde ich Ihnen ersparen..)

 

VANGELIA
Beim Joggen drehe ich eine Zusatzrunde, weil ich hoffe, eine uns entwischte Katze zu finden. Sie war schon in der Box, diese aber dummerweise kaputt. Sie hatte von Tumoren zerfressene Ohren. Leider sehr häufig bei weißen Katzen, denen die Sonne die Ohren verbrennt. Sie ist nicht da, aber ich war so konzentriert darauf, dass ich die Dobermann-Hündin viel zu spät sehe.. Nachdem mein Schreck verflogen ist, sehe ich, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Sie kann nicht aufstehen. Ihre Hinterbeine sind gelähmt. Ich komme mit dem Besitzer ins Gespräch, der schon alles bei den heimischen Tierärzten probiert hat, sie aber nicht Einschläfern kann. Er hat sie von Klein auf… Wir verbleiben so, dass Julia, die zu der Zeit hier war, noch einen Versuch startet und dass wir sie ansonsten erlösen. Das Rückrat ist nicht in Ordnung, was bei dieser Rasse wohl im Alter keine Seltenheit ist. Es dauert noch vier lange Monate für den Hund, bis der Besitzer einwilligt und wir ihm helfen dürfen, diesen Hund gehen zu lassen…


Tierärztin Ines Leeuw mit Vangelia

RIND
Simone ruft an, dass ein Rind den ganzen Tag schreit und das schon seit Tagen. Als ich es sehe, bin ich sprachlos. Die Hufe sind derart lang, dass es darauf nicht mehr gehen kann. Zur Entlastung ist es in die Knie gegangen und kann nicht mehr aufstehen.
Ein befreundeter Grieche verspricht mir, mit dem Besitzer zu sprechen. Er ist als gewalttätig und als nicht übermüßig intelligent bekannt und ich reiße mich nicht um diese Aufgabe. Richtiger ist… ich habe Angst vor ihm.
Es dauert auch hier Tage, bis ein Tierarzt (der auf dem Weg zu uns ist, weil wir mehr als 20 Impfungen zu machen haben und es logistisch nicht hinbekommen, die Tiere nach Rethymnon zu fahren) einen Abstecher mit mir dorthin macht und ihm zukommen lässt, dass er sie schnell schlachten soll, wenn er überhaupt noch was von dem Fleisch verwerten will. Das war das ausschlaggebende Argument…

 

 

MINOS
Seit mehreren Wochen streunend in Plakias. Wir haben lange gewartet, bis wir ihn aufgenommen haben. Kein Halsband, kein Mikrochip, zu dünn… Dann Touristen, die ihn adoptieren wollen und alles bezahlen wollen. Als er in Deutschland ist, dann die böse Überraschung: Er gehört jemandem und der will ihn zurück: Das Ende ist schnell erzählt. Wir werden angezeigt und als das nichts bringt, fragt er mich, ob unsere Tierschutz-Crew nicht als Entschädigung bei ihm in den Oliven arbeiten könnte. Oder: Wir sollen ihm einen reinrassigen Jagdhund kaufen. Das Ganze scheint konstruiert zu sein.


Minos

NIKOS
Seine Geschichte beginnt Mitte 2006. Auch über ihn hatte ich bereits berichtet. Kein Wasser, Schatten, viel zu dünn, Parasiten, die ganze Palette. In monatelanger Betreuung immer wieder Gespräche mit dem Besitzer, der unsere Hilfe zwar duldet, aber auch nichts ändert.
Ich weiß nicht mehr, wie viele Anrufe wegen ihm eingingen, aber ich war wirklich genervt am Ende. Ich durfte ihn trotz alledem nicht losmachen! Viel zu bekannte Geschichte und ein privater Hund.
Aber auch hier ein Happy End: Als sich ihm ein Stück Metall der Kette in den Hals bohrte, ist ein Engländer derart erbost zu dessen Chef gegangen, dass der dann beschloss, dass das Drama ein Ende haben muss. An ihn habe ich alle eingehenden Anrufe weitergeleitet… Er ist nach langer Wartezeit endlich vor Ort vermittelt worden.

COSTAS
Ein Belgier ruft an, dass er sich eine Hundebox leihen möchte, denn er nimmt heute einen Hund mit nach Hause. Der Flug geht in drei Stunden und auf Nachfrage kommt heraus, dass er keinen EU-Pass hat und eine Impfung bei einer Frau hat machen lassen, die ihm das noch nicht mal unterschreiben konnte. Denn sie ist keine Tierärztin. Was er denn am Flughafen machen will, wenn der Hund nicht fliegen darf? „Dann lasse ich ihn dort eben laufen.“ Ob hier oder da, wen stört es? Also, hat man Töne? Das Ende: Wir bereiten ihn korrekt vor und schicken ihn hinterher.

ASSILA 2
Ein wunderschöner Wegehund. Seine Funktion ist, die Schafe hier nicht passieren zu lassen. Ein Gast von mir erkundigt sich nach ihm. Warum, wieso etc. Dann die Entscheidung, diesen Hund abzukaufen. Alle meine Argumente fruchten nicht. Der Besitzer wird den nächsten anhängen, weiter Hunde züchten und nicht den Weg einschlagen, den wir uns mühselig erarbeitet hatten. Diese Hündin sollte als nächstes kastriert werden. Es ist so gekommen, wie ich befürchtet hatte.


Assila

BUDDY
Ich habe ihn immer meinen kleinen Fuchs genannt. Er durfte aus seinem Stall raus, da dieser aufgelöst wurde und eine Frau, die sich in ihrem Urlaub in ihn verliebt hatte, hat ihn adoptiert. Diese Happy Ends für Stallhunde sind sehr, sehr selten. Da ich an diesem Stall jeden Tag vorbei gefahren bin, hat es mich persönlich besonders gefreut.


Buddy

DELBAN
Auch er hat das besondere Glück gehabt, dass Griechen ihn nicht mehr wollten und er aus seinem kleinen Verlies durfte.

CHORA SFAKION
Ein Hund ohne Schatten, Wasser und Futter… eine Touristin informiert uns, nachdem sie wieder in Deutschland ist… Darüber habe ich mich sehr geärgert!! Wer, wenn nicht die Touristen, haben die Zeit, schnell zu handeln??? Zumal in so einem Notfall.. Es sind 1,5 Stunden zu fahren von hier...

KASPER
Marianne wurde von einer alten Griechin gebeten, ihr zu helfen. Ihr Mann ist im Krankenhaus und sie selbst kann im Winter nicht mehr den Weg zum Stall zu Fuß gehen. Dort ist aber ein Hund angehängt. Ich sehe ihn mir an und beurteile ihn  als nicht vermittlungsfähig. Er ist verängstigt, knurrt und lässt mich nicht an sich heran.
Thomas Busch ist gerade da und versucht es auch noch mal. Ich glaube es erst nicht, aber nach zehn Minuten geht er mit diesem Hund an der Leine spazieren…


Kasper

RIA
Eine Engländerin hat eine Allergie auf Tierhaare entwickelt und bittet uns, für RIA ein schönes neues Zuhause zu finden… Hat geklappt!


Ria

Hier möchte ich mal mit den Hundegeschichten Schluss machen. Sie können noch viele Geschichten unter www.finikas.de lesen, denn zu vielen gibt es bereits Geschichten. MATIA und KALLE, TOM, EIGHTEEN, ETTE, LESLIE, ARTHUR, JOE COCKER…


In unserer Katzenpflegestelle war nämlich auch so einiges los…

SHANNON
Sie lief mir torkelnd in Plakias über den Weg. Der Besitzer war ganz überrascht, dass sich jemand um sie kümmern möchte, würde niemals mit einer Katze zum Tierarzt fahren und hat auch nichts Außergewöhnliches festgestellt.
Nach wochenlanger Therapie mit telefonischer Unterstützung durch Ines dann doch die Entscheidung, sie einzuschläfern. Keine Besserung, sondern nur Verschlechterungen. Krankheiten mit  schwierigen oder unklaren Diagnosen haben hier kaum Chancen auf Heilung.


Shannon

MAVRO
Verbrannte Rückenseite, wodurch wissen wir nicht. Kathie hat auch ihn wochenlang gepflegt und eine Freundin hat ihn schließlich adoptiert.

 

GORDAN
Ich durchfahre eine Schlucht und sehe im Augenwinkel eine merkwürdige Bewegung im Straßengraben. Als wenn etwas in hohem Bogen in Sicherheit hopst. Es ist GORDAN. Wahrscheinlich kurz vorher ausgesetzt. Er ist an Menschen gewöhnt und weiß vor Aufregung nicht, ob er Schnurren oder lieber schnell was fressen soll…


Gordan

BLUEGREEN
Ein Grieche hat einen Stein nach ihr geschmissen und dabei wohl das Rückrat verletzt. Sie kann nicht laufen. Er ruft uns an und entschuldigt sich mehrmals, es ist ihm peinlich und er möchte ihr nun helfen. So klein der Schritt ist, denn er kann sie angeblich nicht selber zum Arzt fahren,...es ist ein Schritt in Richtung NICHT WEGGUCKEN...
Marita pflegte sie mit viel Liebe gesund.


Bluegreen

 

AGIA GALINI
Thomas Busch ruft mich an. Er bekam einen Anruf aus Agia Galini. Ob wir eine Katze aufnehmen können? In diesem Fall versuche ich, die Touristen dazu zu bewegen, schon mal selbst zum Tierarzt zu fahren. Aber… es ist Mittwoch und alles ist geschlossen.
Am nächsten Tag dann die Entscheidung, diese Katze zu erlösen. Sie hat eine schwere chronische Entzündung am Bein, alle Zähne müssten gezogen werden…sprich: unvermittelbar hinterher...

GONZALES und POPPY
Bei beiden Katzen musste je ein Bein amputiert werden und beide haben ein wunderschönes Zuhause in Deutschland gefunden. Dreibein-Katzen setzen wir nach der Behandlung generell nicht mehr aus… Vielen Dank an dieser Stelle an Sabine Decher-Weigand, die diese Katzen besonders ins Herz geschlossen hat.
GONZALES muss in eine Hasenschlinge geraten sein und wurde uns sehr spät gemeldet. Seine Operation lief auf den letzten Drücker.
POPPY hatte einen Autounfall und hat durch ihr herzzerreißendes Geschrei eine ganze Menge Leute in Plakias veranlasst, nach ihr zu suchen…

 

PEGASUS
Ein kleines Kätzchen humpelt, jemand hat gesehen, dass nach ihm getreten wurde… Wir finden es, es bekommt einen Klebeverband, der aber nicht so richtig fachmännisch sitzt. Man weiß nicht so genau, was denn nun gebrochen sein soll…
Aber: Es verheilt gut, wenn auch nur so, dass die Katze immer ein wenig humpeln wird.
Sie ist eine von fünf Katzen, die für IMMER bei KATHIE und BRIAN bleiben dürfen. Adoptiert von der Katzenpflegestelle. Das nenn’ ich Glück!

PASHA
Marita und Jürgen wollen mal ausspannen und gehen wandern. Sie werden verfolgt, egal wo sie sind. In diesem Fall ist es ein völlig ausgehungertes Kätzchen, das erst Ruhe gibt, nachdem sie in einem Kafenion eine Dose Konservenfleisch erstehen. Sie kommen natürlich zu dritt wieder…

CHRISTINE
Eine Streunerkatze um ihr Haus hat sich einen Teil vom Fuß abgerissen. Ob wir kommen können? Da ist nichts zu operieren, die Wunde muss nur desinfiziert, gereinigt und verbunden werden. Eine Freundin erklärt sich bereit, jeden Tag zum Verbandswechsel hinzufahren.
Diese Entlastung freut mich immer sehr. Hilfe zur Selbsthilfe ist unsere Devise, aber allzu oft scheitert es an den unterschiedlichsten Gründen und die Arbeit bleibt dann doch wieder an sehr wenigen hängen.

PREVELI-KATZEN
Im letzten Bericht habe ich ausführlich über das Problem im Kloster Preveli berichtet. Das Ende war sehr zufrieden stellend, denn es durften zum Schluss sechs Katzen vermittelt werden, die immer wieder krank wurden, wenn wir sie nach der Therapie zurückgebracht haben. Es geht allen seitdem viel besser und auch im Kloster ist mittlerweile Ruhe eingekehrt. So, wie es sich gehört…

 

HIER NUN EINIGE ZAHLEN

  1. Es wurden 90 Hunde und 13 Katzen nach Deutschland vermittelt und 11 Hunde und 13 Katzen vor Ort vermittelt.
  2. In  6 Fällen haben wir den Besitzer von gefundenen Hunden ausfindig gemacht.
  3. In 7 Fällen haben wir eine Behandlung bei Hunden gemacht und das Tier danach wieder an den Besitzer übergeben.
  4. Unzählige Katzen mit Katzenschnupfen, Verletzungen etc. wurden behandelt und wieder ausgesetzt.
  5. 35 bis 40 Stall- und Wegehunde wurden betreut, d.h. Versorgung mit Futter und Wasser, medizinische Versorgung, Reinigung des Areals, Parasitenbehandlung.
  6. Insgesamt 170 protokollierte Fälle (ohne Stall- und Wegehunde)
  7. Fütterung von etwa 1000 Streunerkatzen, bei den meisten nur im Winter, bei einigen ständig
  8. Unzählige Hunde und Katzen wurden kastriert. Hier kann ich mich leider nicht konkreter fassen, aus Gründen, die allgemein bekannt sind.

 

AN DIESER STELLE DANKE AN ALLE ANDEREN VOM VEREIN FRIENDS OF ANIMALS RETHYMNON FÜR DIE GEMEINSCHAFTLICHE ZUSAMMENARBEIT. VOR ALLEM AN ANTJE, DIE ALLE FLUGPATENSCHAFTEN FÜR UNSEREN BEREICH ORGANISIERT HAT UND PFLEGESTELLEN IN DEUTSCHLAND GESUCHT HAT.

AN DIESER STELLE AUCH EIN GROSSES DANKESCHÖN AN DIE ARCHE NOAH UND IHRE MITGLIEDER, DENN OHNE DIE FUTTERLIEFERUNGEN, DIE TIERÄRZTE-EINSÄTZE, MONATLICHE FINANZIELLE HILFE, DEN AUSBAU DES HÜHNERSTALLS ZUM WELPENHORT, DIE AUFNAHME UND VERMITTLUNG VIELER UNSERER HUNDE, AUSSTATTUNG MIT MEDIZINISCHEN DINGEN, KLÄRUNG MEDIZINISCHER FRAGEN UND PSYCHISCHER UNTERSTÜTZUNG ETC.HÄTTEN WIR NICHT SO VIELEN TIEREN HELFEN KÖNNEN!!!AUCH HIER NOCHMAL EIN DANKESCHÖN AN DR.DLOUHY FÜR SEINEN EINSATZ!

UND AN ALLE PFLEGESTELLEN UND HELFER IN DEUTSCHLAND,
AN ALLE, DIE TIERE WIE EIGHTEEN ODER GONZALES AUFNEHMEN,
AN ALLE, DIE NICHT WEGGEGUCKT HABEN,
AN ALLE, DIE IN IHRER UMGEBUNG EIN AUGE AUF DIE STREUNER HABEN,
UND AN ALLE, DIE EINEN PART DIESER TIERSCHUTZARBEIT ÜBERNEHMEN!!!

Nur mit all diesen Hilfen können wir diese Arbeit leisten.
Wenn auch Sie helfen möchten, dann verschicken Sie bitte diesen Bericht an Ihre Freunde.
Da am Ende die Zahlen stimmen müssen und dies sogutwienie.. der Fall ist, hier auch die Bitte einer finanziellen Unterstützung.
Aktuelles Beispiel: Ich habe gerade für 300,00 Euro Floh- und Wurmmittel gekauft und es reicht noch nicht mal für Alle, um die 3monatige Behandlung unserer Stall- und Wegehunde zu machen.

Seien Sie herzlichste gegrüßt aus meiner geliebten und manchmal auch sehr anstrengenden Wahlheimat Kreta!

Brigitte Scheichel

 

FRIENDS OF ANIMALS-RETHYMNON und HERAKLION e.V.

Vereinsregister Nr. VR 20172,eingetragen beim Amtsgericht Koblenz.
Volksbank Rhein-Ahr-Eifel eG
Konto 243 453 100
BLZ 57761591
IBAN:DE 66 5776 1591 0243 4531 00
BIC: GENODED 1 BNA
Für das deutsche Finanzamt gültige, voll absetzbare Spendenquittung.

FRIENDS OF ANIMALS-RETHYMNON

Griechische Nationalbank
Nr.460/886238-90
EBAN: GR79 0110 4600 0000 4608 8623 890
BIC: ETHNGRAA
Griechische Spendenquittung.

Text und Fotos: Brigitte Scheichel, FRIENDS OF ANIMALS-RETHYMNON und HERAKLION e.V.

tr

Spendenkonto Förderverein:

Bankverbindung:
Kontoinhaber: Förderverein Arche Noah Kreta e. V.

Institut: Commerzbank Lübeck
BLZ: 230 400 22
Kto.: 020923900
IBAN: DE02 2304 0022 0020 9239 00
BIC: COBADEFFXXX

26.06.08, Stefan G.