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Text der Tierärztekammer
Pressemitteilung vom 19. Dezember 2011 von Frau Trachili aus dem Vorstand der Tierärztekammer
Die panhellenische Tierärztekammer (P.V.K.) verurteilt die Ankündigung des Landwirtschaftsministeriums, wonach ein Gesetzesvorschlag schnell im Parlament vorangebracht werden soll, durch den das bestehende Gesetz 3170/2003 außer Kraft gesetzt werden soll. Hierdurch beauftragt das Ministerium zum einen unqualifizierte Personen mit dem Management von Streunern, zum anderen werden dadurch beliebige Personen, die sich als “ehrenamtliche Tierärzte” bezeichnen, dazu berechtigt, in unser Land zu kommen, um hier medizinische Operationen in nicht dafür zugelassenen Räumlichkeiten durchzuführen.
Die Erklärung der Tierärztekammer hierzu lautet wie folgt:
“Durch das beschleunigte Voranbringen des Gesetzesvorschlages zur Aufhebung des Gesetzes 3170/2003, überträgt das Landwirtschaftsministerium Tierschutzorganisationen das Management von Streunern, eine Verantwortung die nicht dem Zweck solcher Organisationen entspricht. Hierdurch wird das System übergangen und die Verantwortung den Gemeinden entzogen. Jede beliebige Person, die sich als “ehrenamtlicher Tierarzt” bezeichnet, kann in unser Land kommen, um hier medizinische Eingriffe und Operationen in nicht dafür zugelassenen Räumlichkeiten durchzuführen.
Diese freiwilligen ausländischen Tierärzte werden ihre “kostenlosen” Dienste anbieten und in nicht dafür geeigneten Einrichtungen arbeiten. Sie werden dafür Auslagen für Reisekosten und Unterbringung kassieren, und indem sie für weniger Geld arbeiten, den Tierärzten in unserem Land, die legale Tierkliniken betreiben, die Arbeit wegnehmen.
Durch dieses Gesetz wird der panhellenischen Tierärztekammer gleichzeitig die Datenbank entzogen, d.h. die Basis für das Sammeln von Daten von Tieren und Tierbesitzern. Ein Geschäftsbereich, der reibungslos funktioniert und ständig von der Institution (PVA) modernisiert wird, die sie geschaffen und ohne öffentliche Gelder betrieben hat. Diese Übertragung wird im Ministerium mit der bekannten organisatorischen Geschwindigkeit, die die griechische Regierung ausmacht, stattfinden.
Wir, die panhellenische Tierärztekammer, verwehren uns gegen die Spitze des Landwirtschaftsministeriums, die diesen Gesetzesentwurf voranbringen möchte, da er unsere Branche aufs Härteste trifft und gleichzeitig eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt.
Der Minister, Herr Skandalidis, hintergeht hiermit diejenigen, die 2003 für dieses Gesetz gestimmt haben. Wahrscheinlich, um sich den veränderten Umständen anzupassen.... Kommt es ihm nicht in den Sinn, dass das ein Fall politischer Verantwortungslosigkeit ist?! Darüber hinaus begibt sich Herr Drivelengas erneut in politisch trübe Gewässer, ohne zu verstehen, wie hoch der Preis für das was er vorantreibt, sein wird. Laut Herrn Rontouli wurde er vom Präsident der panhellenischen Tierärztekammer, Frau Athena Trachili während eines vor kurzem stattgefundenen Meetings in seinem Büro, darüber unterrichtet, aber die Reaktion des Herrn Sekretärs bleibt weiterhin aus...
Es bleibt zu hoffen, dass die politische Verantwortungslosigkeit des Ministeriums enden wird, und er nicht weiterhin die Position der panhellenischen Tierärztekammer sowie der panhellenischen Vereinigung der Tierschutzorganisationen ignorieren wird.
Als Branche müssen wir für die korrekte Durchführung tiermedizinischer Behandlungen einstehen und uns gegen unfairen Wettbewerb ausländischer Tierärzte, unter Verletzung von EU und nationalem Recht wehren. Was in diesem Gesetzesentwurf vorgeschlagen wird, wurde vor kurzem illegal in einer Gemeinde unseres Landes umgesetzt – ein Fall grenzenloser Verantwortungslosigkeit und Improvisation (z.B. Megara: statt OP-Tischen wurden Kisten verwendet, die Mindeststandards wurden nicht eingehalten, Tiere wurden postoperativ auf den Boden gelegt).
Schließlich möchten wir feststellen, dass wir gegen sämtliche Beamten im Landwirtschaftsministerium und gegen alle anderen Personen, die dort Verantwortung tragen und inmitten der Wirtschaftskrise die Würde und das Recht unserer Branche angreifen und eine nicht regulierte Steuerhinterziehung ermöglichen, rechtliche Schritte einleiten werden.
Die Präsidentin der P.K.S.
A. Trachili







