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Freitag, 18. Mai 2012

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Text der panhellischen Tierschutzorganisation von Anastasia Bobolaki

Schreiben des panhellischen Dachverbandes der Tierschutzorganisationen an die panhellenische Tierärztekammer   P.V.A.)                                                           

23.12.2011


Betreff: Unsere Antwort auf die Pressemitteilung der P.V.A. vom 19.12.11


Ref. Das Einbringen einer Gesetzesvorlage zum Tierschutz im Parlament.

Durch die vor kurzem herausgebrachte Pressemitteilung der derzeitigen Führung der Gewerkschaft der P.V.A. mit Bezug auf das Einbringen einer Gesetzesvorlage zum Tierschutz im Parlament, kam die Wahrheit zutage, warum die P.V.A. eine solch negativ bis feindliche Haltung den Tierschutzorganisationen in Griechenland und jeder Aktivität der letzteren zum Schutz der Tiere und der Verringerung des Problems von streunenden Haustieren entgegenbringt.

Die Führung der P.V.A missachtet und ignoriert die himmelschreienden Verletzungen der Rechte der Tiere in unserem Land und die unendlichen praktischen und ethischen Probleme, die aus der großen Anzahl von Streunern, die in unseren Städten und Dörfern leben, resultieren. Ganz im Gegenteil stellen sie die unternehmerischen und finanziellen Interessen ihrer Branche in den Vordergrund, wobei sie sich auf unehrliche Weise falscher und unethischer Argumente bedienen. Über die lächerlichen und unsachlichen Bemerkungen, wie “Kisten als OP-Tische” kann man nur lachen.

Die Gesetzesvorlage für den Tierschutz ist weder neu, noch im Eilverfahren vorgebracht worden. Im April 2011 wurde sie öffentlich diskutiert und erhielt eine große Resonanz (beinahe 3000 Kommentare). Heute, 8 Monate später, wurde sie mit einiger Verzögerung, den fachkundigen Mitgliedern des Parlamentes vorgelegt. Darum sind die Beschuldigungen des P.V.A. im Hinblick auf die Haltung des Ministeriums absolut unangebracht.

Jedermann weiß um die Notwendigkeit, eine Lösung für die Probleme zu finden, die aus einem unzureichenden Tierschutzgesetz in unserem Land resultieren und um die Notwendigkeit, die steigende Anzahl von Streunern zu kontrollieren, die die Städte und den ländlichen Raum Griechenlands bevölkern - mit Ausnahme der Führung der P.V.A., die die Interessen ihrer Branche vertritt.

Frau Trachili behauptet, die griechischen Tierärzte hätten durch die Angebote ehrenamtlicher Tierärzte aus EU-Ländern, die Hunderte von Streunern kostenlos in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, die sie einladen (536 Streuner wurden in Serres, 300 in Halkidiki, 400 in Alexandroupolis und in Didimotugim, in Xanthi, Megara, Kreta und an anderen Orten kastriert)  Einkommenseinbußen. Tausende von Tieren in Griechenland wurden von hervorragenden Tierärzten, die Examen und Doktorarbeiten vorlegen können, kastriert. Manchmal zahlen diese Tierärzte sogar für die Übersetzung dieser Dokumente ins griechische und für die Vorlage beim Ministerium für Bildung oder bei GEOTEE, je nachdem ob sie sich für eine dauerhafte Tätigkeit in unserem Land oder für eine vorübergehende Arbeitserlaubnis bewerben.
Ihre Handlungsweise ist absolut legal und in Übereinstimmung mit dem ministeriellen Bescheid vom 31.12.2010 und der Richtlinie 2005/36/EC betreffend der Anerkennung beruflicher Qualifikationen, an die sich Griechenland seit 2007 halten sollte. Diesbezüglich wurde gegen Griechenland ein Beschwerdeverfahren bei der Europäischen Kommission eingeleitet, eben aufgrund der Verzögerung, die auf exakt diese Haltung der P.V.A. (Tierärztekammer Griechenland) zurückzuführen war, in  absoluter Übereinstimmung mit dem YP.A.A.T. (Argragministerium Griechenlands).


Was die Entziehung der Datenbank aus der P.V.A. betrifft, begrüßen wir dies. Zum einen, da sie niemals richtig funktioniert hatte, zum anderen weil sich dadurch die Kosten für die Kennzeichnung der Tiere erhöht haben. Das Bestreben der Tierschutzorganisationen, das auch vom Ministerium akzeptiert wurde, war es, die Kennzeichnung so preisgünstig wie möglich zu gestalten, damit die Bürger sich dies auch leisten können, so wie das in allen anderen fortschrittlichen EU-Ländern der Fall ist. Die extrem hohen Kosten, die die Tierärzte für die elektronische Identifizierung verlangten, war der Hauptgrund, warum die Kennzeichnungspflicht bislang nicht durchgesetzt werden konnte.

Daher entbehren die Anschuldigungen der P.V.A. gegenüber dem Landwirtschaftsministerium jeglicher Basis. Es ist ferner lächerlich, sich auf die Panhellenische Vereinigung der Tierschutzorganisationen zu beziehen; dies ist eine Schattenorganisation und sie existiert faktisch überhaupt nicht.

Das PANHELLENISCHE KOORDINATIONSKOMMITEE, bestehend aus 115 Tierschutzorganisationen und die PANHELLENISCHE TIERSCHUTZ- und UMWELTFEDERATION (33 Verbände) sowie weitere Gruppen und Vereinigungen, die gut untereinander zusammenarbeiten, haben sehr hart für ein neues Gesetz gearbeitet, das das chronische Problem der Streuner in unserem Land lösen helfen soll. Der vor kurzem im Parlament eingebrachte Gesetzesentwurf, wird keineswegs das chronische Problem der Streuner radikal beseitigen können. Aber er enthält einige positive Vorschläge, die unseren Kampf für eine nachhaltige und langfristige Ausmerzung dieser dunklen Seite im modernen Griechenland erleichtern wird.

Es wäre unserer Sache dienlich, die P.V.A. auf unserer Seite zu haben. Die griechischen Tierärzte müssen erkennen, dass der Tierschutz und das gute Image unseres Landes vor die unternehmerischen und finanziellen Interessen ihrer Branche zu stellen sind. Dazu müssen sie mit unseren Teams, die mittlerweile aus über einer Million Bürger bestehen, zusammenarbeiten. Sie müssen erkennen, dass wir, trotz der Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen europäischen Ländern, ihre besten Kunden sind. Sie sollten deren ehrenamtlichen Einsatz schätzen, ihnen nachahmen und sogar mit ihnen zusammenarbeiten. Von einer solchen Zusammenarbeit würden wir alle profitieren, nicht aber von den unnötigen und fehlgeleiteten Debatten.

Wir fragen uns, ob die griechischen Tierärzte, die für  Frau Trachili  gestimmt haben, weiterhin von ihr repräsentiert werden möchten, und ob sie sich wirklich mit dem von ihr gezeichneten, seltsamen Bild eines Tierarztes identifizieren möchten, das ganz im Gegensatz zum modernen europäischen Standard ist.

Wir erklären, dass ein Einknicken des Ministeriums unter dem Druck einer Handvoll von Tierärzten, unser Land vor den europäischen Gerichtshof wegen Missachtung von EU Bescheiden und Richtlinien bringen wird.

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Für die PanHellenic Federation of animal welfare and environmental


The President                               The Vice President                         The Secretary
Anastasia Bobolaki                                  Marisa Christodoulou                      Maria Choustoulaki
  
Für die PANHELLENIC COORDINATING COMMITTEE von 115 Tierschutzorganisationen
Anastasia Bobolaki