Patenschaften
Spendenkonto
Kontoinhaber: Förderverein Arche Noah Kreta e. V.
Institut: Commerzbank Lübeck
BLZ: 230 400 22
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Der Förderverein Arche Noah Kreta e. V. ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
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Rostige Kettenhund-Tonnen adé…
Nicht zum ersten Mal stand in Plakias ein lang ersehnter Besuch vor der Tür. Eine Tierschutzgruppe aus dem Odenwald war wieder angereist, um auf Kreta die Tierschützer vor Ort mit Spenden, persönlichem Einsatz und Übernahme von schwierigeren Fällen, hilfreich zu unterstützt.
Die Planung für deren Ankunft hatte schon lange Zeit vorher begonnen, wenn Brigitte nicht schon Tage vorher alles organisiert hätte, dann hätte man längst nicht so zügig und auch nicht so reibungslos arbeiten können. In den nächsten Tagen stand also ein strammes Programm auf der Tagesordnung.
Punkt 1:
Die große Scheraktion war ein wichtiger Part für einige Kettenhunde auf der Insel, auf der es sich im Sommer nicht selten bis auf über 40 Grad erhitzt. Die kostbare Schermaschine wurde eifrig und überglücklich von Brigitte geölt, die Absprache mit den Besitzern hatte schon vor Tagen stattgefunden, so dass die Liste ohne größere Probleme abgearbeitet werden konnte.
Einer der Hunde war „Piety“ , der kleine, weiße Rüde kennt die Prozedur schon und freute sich auch dieses Mal sehr über seine neue Frisur und darüber das sein dicker Schafspelz runter ist.
Bei diesem Einsatz waren alle gut beschäftigt!
Punkt 2:
Ihre Spenden für unser Hundehüttenprojekt, haben es ermöglicht, dass in den letzten sechs Monaten, 10 neue Hütten fertig- und auch schon aufgestellt werden konnten. Hierüber war und ist die Freude sehr groß, bei jeder Tour springt den Tierschützern die Dankbarkeit der Vierbeiner ins Auge. Die rostigen Tonnen sind in der Region Plakias fast schon Geschichte und somit auch der Begriff “TONNENHUNDE“.
Hierfür möchten wir allen Spendern Danke sagen!
Einige der Glücksnasen möchte ich Ihnen hier vorstellen:
„Der Hund der unter dem Anhänger hängt“, so habe ich ihn damals kennengelernt, „Balou“, ein menschenbezogener, freundlicher Hund, der sich über alles und jeden freut. Aber sehen Sie selbst, Bilder sagen mehr als tausend Worte.
Auch bei Mandarina und Franca wurde eine neue Hütte aufgestellt, der Besitzer hat einen neuen Kettenhund oben in den Bergen angebunden, einen Welpen, der ebenfalls nur eine rostige Tonne als Schutz hatte.
Leider gibt es auch wieder ein paar nicht so erfreuliche Nachrichten, „Brian“, der liebe Schäferhund, den ich letztes Jahr im Sommer täglich besuchen musste, um seine schlimme Ohrenentzündung in den Griff zu bekommen. Er ist verschwunden, scheinbar hat sein Besitzer ihn ein- bzw. ausgetauscht, keiner der Tierschützer weiß wo er abgeblieben ist. Die leere Gewissheit macht mich sehr traurig. Sorgen machen sich breit, ist er vielleicht an einer noch schlimmeren Stelle gelandet, an der er nicht regelmäßig gefüttert wird, ohne Gesellschaft eines Artgenossen…
Sein Besitzer fand scheinbar schnell einen Ersatz für ihn, ein großer, schwarzer Hund, der nun denselben Leidensweg gehen muss, wie Brian.
Auch er bekam eine Hütte, Brains alte Hütte bekam zuvor bereits ein anderer Hund, da natürlich keine Hütte leer herumstehen soll, wenn andere Hunde warten!
Punkt 3:
Natürlich wurde das Aufstellen der Hütten mit einer großen Kettenhund-Tour verbunden.
Zahlreiche Hände packten auf dieser Tour mit an, so waren die Plätze an denen die Kettenhunde entlanglaufen können, schnell gesäubert. Wassereimer wurden gefüllt, Futter wurde verteilt, worüber die Kettenhunde sich immer wieder freuten, als wäre es das erste Mal. Das Futter aus Deutschland kommt bei den Vierbeinern sehr gut an! Dank eines netten Spenders lebt mittlerweile auch die Futterbrücke wieder auf, so dass in verschiedenen Abständen immer wieder Nachschub über eine Spedition aus Hamburg kommt. Für die Tiere auf Kreta ist dies wirklich ein Segen und man kann gar nicht genug danken, für diese Spende!
Wurmtabletten und Flohampullen, die zuvor besorgt worden sind, haben wieder ein großes Loch in die Kettenhundkasse gerissen, so sterben im Moment aber zum Glück keine Tiere auf Grund einer Überpopulation von Parasiten.
Sehr zur Freude der Hunde wurde bei jedem Stopp ausgiebig geschmust, das ist natürlich nur möglich gewesen, weil so viele Helfer vor Ort gewesen waren.
Momentan betreuen die Tierschützer vor Ort 130 Ketten- und Wegehunde in der Region Finikas und Umgebung!
Einige der Ihnen bekannten Kettenhunde sind spurlos verschwunden, dazu zählen: Lana, Brain, Maureen, die Mama von meinem Flaschenwelpen “Babybell“ und Piratos, der als Welpe vor zwei Jahren, als einziger aus dem Wurf zurück auf den Hof musste, während seine Geschwister nach Deutschland reisen durften. Bilbo, für deren Nachfolger eine Hütte aufgestellt wurde, Ida, Kenny, Didi, Maja und Orka, die vor einigen Jahren die allererste Hütte gebaut bekam.
Ein trauriger Fall hat uns besonders getroffen, Lolo, ein schüchterner, unauffälliger Hund starb auf Grund eines Vergiftungsanschlags.
Es gibt aber auch vier schöne Ereignisse! Unser Pinkel-Rocky wurde nach Deutschland vermittelt, ebenso die alte Spirtha, die ihrem Besitzer lästig geworden ist und unerwünscht war. Und auch Tija, die damals ihren unerwünschten Wurf Welpen bei den Tierschützern aufzog und nun ihr Zuhause gefunden hat. Ebenfalls darf sich eine andere alte Dame mittlerweile eines schönen Lebens in einem deutschen Zuhause erfreuen, Laika, eine der Anhängerhunde. Sie wurde immer wieder über längere Zeit von den Tierschützern auf Grund von Ohrenentzündungen behandelt, leider bekam man ihre Ohrenprobleme nicht endgültig in den Griff, so dass sich ein Geschwür entwickelt hat. Ihr Los in eine bessere Zukunft!
Auch Karl ist seinem Besitzer lästig geworden, zu Anfang wurde er noch nett behandelt und bekam wohl auch die eine oder andere Streicheleinheit, aber nun wo er alt und gebrechlich geworden ist, setzt sein Besitzer ihn vor die Tür. Ein Phänomen, das ich immer wieder zu sehen bekomme, aber für mich unverständlich ist. Wie kann man sich über Jahre um einen treuen Vierbeiner kümmern und ihn dann im Alter einfach so entsorgen. An seine Stelle soll ein Welpe kommen und für Karl hätte er noch eine Kugel, wenn wir ihn nicht nehmen.
Karl ist gegangen - in eine bessere Zukunft! Er bekommt sein Gnadenbrot bei einer lieben Tiertrainerin auf Kreta.
Ich wünsche mir, dass auch in Zukunft noch viele Tiere mit Ihrer und unserer Hilfe ein würdigeres, tiergerechteres Leben führen dürfen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Kettenhund-Paten, Spender und Tierfreunde, sowie Ihren vier-, drei- und zweibeinigen Begleitern eine frohe Weihnachtszeit. Und denken Sie immer daran, ohne Sie wäre all dies nicht möglich!
Ihre Carina Bercht
Anhang:
Gerade als ich diesen Bericht fertig gestellt habe, bekam ich eine E-Mail von Brigitte Scheichel, die mir berichtet hat, dass Goofy frei ist.
Goofy ist einer der ersten Hunde, die ich damals kennengelernt habe und die mir wohl gerade aus diesem Grund sehr ans Herz gewachsen sind.
Am letzten Tour-Tag besuchte Brigitte „Goofy“ und stellte mit Entsetzen fest, dass er stark abgemagert ist, sein Besitzer hat ihn „einfach“ vergessen. Er hatte großes Glück, denn das Schicksal sprach ihn frei von der Kette. Mittlerweile befindet Goofy sich in der Pflegestelle vor Ort.
Er muss aufgepäppelt werden, viel lernen und wird für die Ausreise in eine bessere Zukunft vorbereitet, während nach einem Zuhause für ihn gesucht wird!













































