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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Freitag, 18. Mai 2012

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2. Dezember

Ein Herz für Marouli

Marouli, war einer der drei Welpen, die eine Bekannte auf einem Ausritt im Wasserlauf unterhalb eines Dorfes an ihrem Geburtstag fand. Es war der 18.02.2011. Zwei Geschwister waren leider bereits ertrunken, drei fischten wir schnellstens aus dem Wasser, wärmten sie mit Decken, Rotlichtlampe, heißer Milch und zogen sie groß. Sie wuchsen problemlos heran.
Marouli, die mit dem einen weißen Pfötchen, setzte sich immer gut zur Wehr gegen ihre zwei Brüder, besonders gegen den frechen Murphy.Es gab nie einen Hinweis darauf, dass Marouli krank sein könnte.
Sie wuchsen problemlos heran und wurden, als sie alt genug waren, in Deutschland in die Obhut des Tierheims Solingen gegeben. Dort stellte die Tierärztin ein Herzproblem fest und es folgten weitere Untersuchungen. Wir waren alle total geschockt und traurig, denn selbst wenn man mit der Zeit lernt, Tiere, die man über einen längeren Zeitraum pflegt, wieder „abzugeben“, hat man doch immer die Vorstellung und Erwartung, dass sie von hier aus in ihr neues Zuhause gehen, in dem sie glücklich leben.

Die Ergebnisse waren erschütternd. Marouli brauchte eine Herz-OP, für die es in Deutschland zwei Ärzte gab, von denen einer bis auf weiteres gar nicht erreichbar war. Zufällig war zu dieser Zeit die Tierärztin Nina Schöllhorn von der Arche Noah bei uns. Eines Abends erzählte ich ihr von Marouli und sie bot mir direkt an, ihr die Ergebnisse zu schicken, sie würde sie weiterleiten, sie kenne einen Kardiologen.

Nina war noch einige Zeit auf der Insel und ich erfragte die genauen Ergebnisse beim Tierheim Solingen, die mir die Leiterin Andrea Kleimt zuschickte. Kaum war Nina wieder in Deutschland, bekam ich eine Mail, in der sie mich nach den Untersuchungsergebnissen fragte. Ich schickte ihr alle Unterlagen und erfuhr dann, dass der Freund von Melanie Stehle, auch Tierärztin der Arche Noah, Herzspezialist an der Tierklinik in München ist. Plötzlich gab es Hoffnung.
Marouli hatte mittlerweile eine Pflegefamilie gefunden, die bereit war, sie aufzunehmen. Für sie stand bald fest, Marouli, die nun Mia hieß, blieb bei ihnen, was auch kommen möge. Wir hatten engen Kontakt mit Familie Berger und nun auch mit Melanie Stehle, die uns die Befunde „übersetzte“, Risiken erklärte und jede Frage beantwortete. Ihr Freund, Gerhard Wess, hatte sich die Befunde angesehen und würde Marouli helfen. Wir alle waren mehr als glücklich und dankbar. Melanie war kurz danach bei einem Einsatz hier auf Kreta mit dabei und sie vereinbarte in der Tierklinik München telefonisch den Termin. Es war der 20. August, nur knapp 6 Wochen später.

Ich rief sofort Familie Berger an, die sofort Urlaub einreichen wollten, um Mia zur OP nach München zu begleiten. Ich selbst flog im August nach Deutschland und besuchte Familie Berger noch vor Mias OP und erlebte ein wunderschönes Wiedersehen mit Marouli, die mich tatsächlich noch erkannte. Marouli hatte so ein tolles Zuhause gefunden, es musste einfach gut gehen.
Nun mussten noch die OP Kosten her. Dr. Gerhard Wess und sein Team konnten die Operation fast zur Hälfte durch den Verein „Ein Herz für kranke Tiere“ finanzieren – Tausend Dank dafür – so dass „nur noch“ 800 Euro fehlten.

Wir starteten eine Spendenaktion.

Diese Spendenaktion war sehr erfolgreich. Viele Tierfreunde und Bekannte spendeten, sodass auch die Kosten bald gedeckt waren. Tausend Dank an dieser Stelle nochmal an alle Spender. 

Am 20. August fuhr Familie Berger nach München. Per sms schrieben sie uns täglich, sodass wir fast live mit dabei waren. Es waren unglaublich aufregende zwei Tage. Am nächsten Nachmittag kam dann die erleichternde SMS: Alles gut, Mia hat alles gut überstanden. Uns fiel mehr als ein Stein vom Herzen.

Herr Berger schrieb nach der OP:

Hallo Steffi:-)

Wir sind gestern am frühen Abend nach 6 Std. Fahrt wieder gut zu Hause angekommen!!
Hatten die kleine Maus gegen halb 12 in der Klinik abgeholt und wurden total nett verabschiedet!! Die Ärzte waren echt super, leider haben wir  Dr. Wess nicht persönlich kennengelernt, aber sein Kollege, Dr.Holler, war echt super!! Mia wurde fast wie ein kleiner Star behandelt, der Doc wollte sie schon selber behalten:-) Mia hat alle dort bezirzt...Fast das komplette Team kam zur Verabschiedung mit vor die Tür, obwohl sie sich nicht gerade mutig bei den Untersuchungen gezeigt hatte, wir haben sie draußen sogar weinen gehört (wegen den Hautklammern bei der Ultraschalluntersuchung). Weil alle so super waren, haben wir uns direkt dazu entschlossen, für die Nachuntersuchung in drei Monaten die 1200 km noch mal in Kauf zu nehmen und wieder zur Uni zu fahren:-)) Gleich fahren wir zum Tierheim Solingen, damit sie endgültig unsere wird:-) Wollten uns noch mal bei Euch allen für die liebe Unterstützung bedanken!! Steffi hat lebenslanges Besuchsrecht bei uns!! :-))
Liebe Grüsse von uns allen!!

Zum Schluss möchten wir von hier aus noch einmal „Danke“ sagen, allen, die in irgendeiner Weise dazu beigetragen haben, Mia eine Perspektive auf ein langes, glückliches Leben zu ermöglichen.


Liebe Spender, Helfer, Ärzte, Tierheimmitarbeiter, liebes Arche-Noah Team, vielen Dank für Eure Unterstützung!

Ein besonderer Dank geht außerdem an:

Den Verein "Ein Herz für kranke Tiere", der sich maßgeblich an den Kosten der Operation beteiligt hat.
Dr. Gerhard Wess (Kardiologe der Med. Kleintierklinik der Universität München) und sein Team, die sich sofort bereit erklärt haben, Mia zu helfen.
Melanie Stehle und Nina Schöllhorn, für die Herstellung des Kontakts und für die Beantwortung vieler Fragen...
Das Team des Tierheims Solingen, für die tolle Kooperation, die Vermittlung, euren Beistand.

Familie Berger, die Mia, trotz der damals feststehenden Diagnose adoptiert haben, alles für sie tun und ihr ein geborgenes Zuhause schenken.

Vielen vielen Dank im Namen des gesamten APAL-Team

Steffi Mallepree