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Der Förderverein Arche Noah Kreta e. V. ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
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2. Dezember
Ich kam in der Welle an und was soll ich sagen, es ist traumhaft. Alte Freunde sah ich wieder. Ich konnte rennen, toben, spielen, fressen, Blödsinn machen, all das, was ich auf Erden auch immer gerne tat. Und faulenzen!
Nur leider hatte ich diese „Faulenz-Rechnung“ ohne den Wirt gemacht. Da man in der Welle, wie die meisten von ihnen ja wissen, gedanklich von einem „Raum“ zum nächsten wandern kann, kam ich an dem Ort nicht vorbei, an dem ganz viele Tiere saßen und stets und ständig mit etwas beschäftigt waren. Ich glaube, an diesem Ort herrscht am meisten Hektik. Die Tiere hatten sich freiwillig zu dieser nervenaufreibenden Arbeit gemeldet. Aber es gab auch eine ungeschriebene Regel in der Welle, dass die „Neuzugänge“ – so wie ich einer war – ebenfalls die erste Zeit diesen Job machen sollten, einen Job, der mehr als anstrengend ist und so ähnlich funktioniert, wie die Arbeit von Fluglotsen im Tower eines Großflughafens. Sie halten den Kontakt zu den Menschen -ihren Menschen - die sie in ihrem Leben geliebt haben. Natürlich nicht per Funk oder übers Internet. Nein, so nicht, aber sie sind in der Lage, durch Konzentration, ihr Schicksal auf Erden zu beeinflussen. Das klappt auch nicht immer und eine wichtige Voraussetzung ist, dass diese Menschen tierlieb sind und etwas Gutes und Sinnvolles im Sinne der Tiere in ihrem Leben machen. Aber mit viel Arbeit, Einfühlungsvermögen und Schläue können diese Tierlotsen einiges beeinflussen, was so auf der Erde mit „ihren“ ehemaligen Menschen geschieht. Sie passen sozusagen auf sie auf und helfen ihnen aus brenzligen Situationen heraus. Das Band der ewigen Liebe ist an dieser Stelle der Welle am dicksten.
Bolle und Sara stellten sich mir zuerst vor. Bolle sabberte sogar vor Aufregung und leckte sich eilig über die Schnauze. Mir war sofort klar, dass diese beiden mein Herrchen und mein Frauchen in ihrem Leben genauso gekannt und geliebt hatten wie ich.
„Schön, dass Du da bist“, fand Sara die ersten Worte und führte mich in den „Bereich der Konzentration“.
„Wir arbeiten hier rund um die Uhr, weil die beiden Menschen, die du verlassen musstest, ein irres Tempo vorgeben.“ Jeder Tag, den die beiden erleben, ist anders und Langeweile ist für sie ein Fremdwort. Sie wollen viel erreichen, aber du kennst sie ja.“
Der Bereich, in den Sara mich schob, war, um bei dem Flughafenvokabular zu bleiben, tatsächlich eher ein Tower. Durch mächtige Rohre, ähnlich wie große Ferngläser, konnte man kristallklar die Erde erkennen. Und nicht nur die. Mit kleinen Rädchen war es möglich all das zu vergrößern, was man betrachten wollte. Dieser Raum war genauso wie die Welle, unendlich, aber man konnte sich zu den einzelnen Plätzen „denken“. Das können sich die Menschen nicht vorstellen, aber es klappt.
Als Bolle einem ehemalig dreibeinigen Hund freundschaftlich in die Seite knuffte und ihn bat, Platz zu machen, stand dieser auf, sagte kurz, dass er Keule hieß und verschwand mit einem Kauknochen. Ich durfte mich auf seinen angewärmten Platz setzen und durch das Rohr schauen.
„Ich seh´ nichts.“ Traurig guckte ich zu Bolle auf.
„So einfach ist es nicht, Kleine. Du musst Geduld aufbringen und dich konzentrieren. Du brauchst ein bisschen Übung und Pfotenspitzengefühl um etwas zu sehen und beeinflussen zu können. Dreh nur immer in ganz kleinen Schritten an den Rädchen, ansonsten stürzten zu viele Dinge auf dich ein, die du noch nicht bewältigen kannst.
Aber ich schlafe dort drüben und wenn du Hilfe brauchst, Sara und ich sind immer in deiner Nähe.“ Damit drehte sich Bolle um und bevor ich ihn fragen konnte, wie gut er mein Frauchen oder mein Herrchen gekannt hatte, verschwand er aus meinem Blickfeld.
Alle anderen Tiere saßen vor ihren Rohren und schauten konzentriert hindurch. Manchmal rief einer etwas in den Raum, ein anderer antwortete, dann kam Hektik auf, irgendeiner sprang auf, ein anderer kam hinzu, beide guckten ins Rohr, dann drehte einer an dem Rädchen, dann wurde es wieder ruhig.
Ich war mein Leben lang neugierig und so war völlig klar, dass ich mich unverzüglich über das Fernrohr beugte, mich konzentrierte und meine Augen aufriss.
Verschwommen, wie aus dem Nichts, tauchte mein Frauchen auf.







