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Kontoinhaber: Förderverein Arche Noah Kreta e. V.
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Der Förderverein Arche Noah Kreta e. V. ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
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1. Dezember
Es ist vielleicht ein bisschen makaber, einen Weihnachtskalender mit einem Tod zu beginnen, zumal es sich bei diesem tragischen Ereignis um den meinigen handelt, aber es ist die Voraussetzung, damit Sie meinen Worten in den nächsten 24 Tage folgen können und um zu verstehen, welchem Stress ich seitdem ausgesetzt bin.
Am 02. Oktober des Jahres 2010 hörte mein Herz auf zu schlagen.
Ich wurde vier Jahre alt.
Ein Umstand, der eigentlich so nicht geplant war, denn ich kam todkrank zur Welt und sollte bereits nach wenigen Wochen sterben. Eine Tierärztin und ein Tierarzt, die in unmittelbarer Nähe meiner Geburtsstätte arbeiteten, untersuchten mich und pfuschten meiner Vorbestimmung kräftig ins Handwerk. Sie wussten, dass ich mit meinem Lymphknotenkrebs und der Leishmaniose in einem südländischen Tierheim keine Chance hätte und eingeschläfert werden sollte. Da die beiden aber garantiert nicht zu den „Normalen“ gehören, durfte ich nicht nur meine Heimatinsel „Malta“ verlassen, sondern - und das wussten selbst die beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht - wurde von ihnen auch noch adoptiert. Es war ein Kinderspiel, die Tierärztin zu überreden, dass ich bei Ihnen bleiben durfte, der Tierarzt hingegen war schon eine härtere Nuss, aber was sollte er machen gegen vier treue Augen J. Außerdem hatte ich ihm versprochen, dass, wenn ich ausgewachsen sei, eine wunderschöne Dogge aus mir werden würde. Ich weiß nicht, ob er es mir damals geglaubt hat, aber ich bleib so etwas wie eine kleine Pittbullhündin. „Hässlich“ hat er mich dennoch nie genannt, wie denn auch, schließlich ist sein Unterkiefer mindestens so lang wie meiner. Also saßen wir im gleichen Boot und er gab irgendwann klein bei. Ich glaube, Frauchen hat ihn bei so etwas auch gut im Griff.
Wie dem auch sei, ich hatte von nun an ein Frauchen und ein Herrchen und war ganz schön stolz.
In Deutschland wurde ich dann komplett auf den Kopf gestellt. Blutproben und Tabletten, Pasten und Lösungen, Tropf und Infusionen... es gab nichts, was ich nicht bekam. Trotzdem ich wirklich nicht wehleidig war, gab es Phasen in meinem kurzen Leben, da hätte ich am liebsten alles hingeschmissen. Aber erstens heiterten mich dann meine beiden Freundinnen Sabbato und Shoshoni auf und zweitens riss ich mich zusammen, denn ich konnte es nicht ertragen, mein Frauchen traurig zu sehen.
„Unser kleiner Porsche“ nannte mich mein Herrchen, wahrscheinlich hatte das aber nichts mit meinem schnittigen Aussehen zu tun, sondern vielmehr mit den Rechnungen...
So sehr ich mir auch Mühe gab, mein Frauchen nicht zu enttäuschen, es kamen immer häufiger Tage, an denen ich nicht einmal Lust verspürte, vor die Tür zu gehen. Da ich ansonsten eigentlich für jeden dummen Streich zu haben war, fiel mein Lebensunmut immer mehr ins Gewicht.
Mein Frauchen durchlief in dieser Zeit ein zweites Tiermedizinstudium. Es gab nichts, was sie unversucht ließ, meiner Krankheit mit ihrem Können etwas entgegenzusetzen. Sie ist eine begnadete Tierärztin, das weiß jeder, aber in meinen Fall mischte sich immer mehr ihre Verzweiflung. Ich versuchte sie dann aufzuheitern, aber auch das gelang mir nicht mehr überzeugend. Immer wieder telefonierte sie, versuchte neue Therapien, nahm Blut von mir – aber nichts konnte helfen. Mein Weg, den ich vor vier Jahren gehen sollte, zeichnete sich immer klarer vor uns beiden ab.
Woher mein Frauchen an diesem zweiten Oktober die Kraft nahm, mich zu erlösen, weiß ich nicht, ich bleibe ihr aber unendlich dankbar für alles, was sie für mich getan hat. Ich sehe mein Frauchen und mein Herrchen noch immer weinend vor meinem leblosen Körper stehen, kann sie aber von hier oben aus trösten, dass ich ab diesem Moment weder Schmerzen noch Kälte spürte.
Es war das Ende meines kurzen Hundelebens, meiner schönen Zeit auf Erden, aber das es ab jetzt einfacher für mich wurde – das war ein gewaltiger Irrtum.







