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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Freitag, 10. September 2010

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Wieder war der Weihnachtsmann in Hektik.

So schlau wie Weihnachtsmänner auch sind, in einem Punkt versagen sie immer und immer wieder. Durch die Arbeit am heiligen Tuch ist so gut wie nichts planbar und Notfälle kommen und gehen wie die Wolken am Horizont. Aber die Wanderung zwischen Himmel und Erde verlangt während der Weihnachtszeit das Einlassen auf die irdische Zeitrechnung und damit beginnt der ganze Stress.

Da der alte Hund, der sein Leben ausschließlich an der Kette verbracht und bereits im hinteren Teil der Kutsche Platz genommen hatte, von sich behauptete, er hätte tierische Angst vorm Fliegen, hatte der Weihnachtsmann sich erneut darauf eingelassen, die Fähren zu buchen. Aber Fähren warten nicht – auch nicht auf den Weihnachtsmann!

Elf Hunde galt es zu verstauen und wieder guckten die Engel ganz genau hin, dass nur ja genügend Platz für jeden einzelnen vorhanden war. Der Weihnachtsmann hätte sie auch übereinander gestapelt, frei nach seinem Motto: „Besser zwei Tage eng reisen, als ein Leben lang tot.“

Zweifelsfrei hatte er mit dieser Einstellung nicht ganz Unrecht, aber die Menschen an den Fähren sahen das ein bisschen anders. Und die Engel sowieso.

Nun herrschte, wie gesagt, mal wieder Hektik, denn die Arbeit an der alten Hündin hatte viel Zeit gekostet. Am frühen Abend verließ die gebuchte Fähre die Insel und alles musste noch verstaut und verschnürt werden. So schichtete der Weihnachtmann die kuscheligen Bettchen für die Mitreisenden immer wieder um, bis alles zur Zufriedenheit der Mitreisenden hergerichtet war, wohlwissend, dass seine Arbeit von den Engeln mit Argusaugen verfolgt wurde. Für ihn blieb natürlich nur wieder der windige Platz vorne auf der Kutsche und so manches Mal wünschte er sich, ein Hund zu sein.

Als alles fertig war und die Pferde bereit für den langen Rückritt mit den Hufen scharrten, verabschiedeten sich der Weihnachtsmann und einer der Engel von den Menschen und von den Tieren.

„Kommt bald wieder, wir alle brauchen euch!“, riefen die Ziegen, die Hunde, die Katzen und natürlich auch die Menschen, die bis an die Fähre den Wegesrand säumten.

Der Weihnachtsmann lächelte, hatte er sich selber doch einen großen Wunsch erfüllt:

Zurück blieb der jüngere Engel, der ab jetzt in die Fußstapfen des älteren Engels treten würde. Zwar stand er noch etwas verunsichert vor der schwierigen Aufgabe, die vor ihm lag und die er von nun an alleine bewältigen musste, wäre aber auch vor Glück und Stolz am liebsten in die warme Weihnachtsluft gesprungen.