Hilfsnavigation:

Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
Logo und Schrift Förderverein Arche Noah Kreta e.V.

Standortnavigation: Sie sind hier

Tipps und Hilfe zur Bedienung dieser WebseiteLoginKontakt, Ansprechpartner, InfotelefonSitemap
Freitag, 10. September 2010

Home

Quicklinks:

Nervöse Engel

In einem Fall wie diesem sind die Engel zwar äußerlich ruhig wie immer, aber wer sie so lange kennt wie der Weihnachtsmann, der spürt, dass auch sie nervös sind.

„Du beginnst“, hatte der ältere Engel dem jüngeren zugeflüstert und dieser hatte als Antwort unauffällig genickt.

Die Hündin war mit allem einverstanden, denn spürte schon seit langer Zeit, dass sie nichts mehr zu verlieren hatte. Wie sehr hatte sie sich gewünscht, die Engel zu treffen und nicht qualvoll zu sterben. Sie hatte damit gerechnet, dass die Engel ihr sagen würden, dass sie sie mitnehmen würden, in den Himmel, an den Ort, an dem es keine Schmerzen mehr geben würde. Aber die Engel verstreuten eine dermaßen optimistische Zuversicht, dass sie sich bereitwillig unter das Tuch begeben hatte. Außerdem waren die Engel – auch durch die Mitarbeit der Ziegen – in aller Tiere Munde und nicht eine einzige Klage über die Arbeit der Engel hatte jemals die Runde gemacht.

Was sollte schon passieren?

Der jüngere Engel nahm also das Tuch, zog sich die Handschuhe an und begann mit der heiligen Tat. Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn, ein Zeichen bei Engeln, dass sie sich wirklich anstrengen. Immer wieder kam der ältere Engel an den Tisch und half mit rätselhaften Gesten und Worten. Nach einiger Zeit wechselten sich die beiden Engel ab und der ältere trat hinter das Tuch. Als am Ende alles fertig war, konnte der Weihnachtsmann erkennen, dass seine Engel eine Menge Kraft dabei verloren hatten.

Nach drei Stunden irdischer Zeit hob sich das Tuch und lediglich zwei weiße große Streifen bedeckten den Bauch der schwerkranken Hündin. Der tief an ihr herunter hängende Sack war verschwunden. Müde, sehr müde, hob sie vorsichtig den Kopf. „Darf ich noch ein Weilchen bei Euch bleiben, ich bin sehr erschöpft“, murmelte sie im Halbschlaf und man musste schon dicht an ihren Mund herantreten, um ihre Worte zu verstehen.

„Du darfst so lange bleiben wie du möchtest und wir werden alle helfen, ein nettes Zuhause für dich zu finden“, redeten die Engel auf sie ein.

Dann baten sie die junge Familie, ob nicht in ihrem Haus ein warmes Plätzchen für die alte Hündin sei und die drei Töchter waren sofort begeistert und liefen los, kuschelige Decken für sie zu holen.

Ab diesem Tage hat die alte Hündin aus Dankbarkeit nie wieder einen Menschen angeknurrt.