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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Freitag, 10. September 2010

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Alles hat sich verändert

Die Milch kommt nicht mehr aus den Kühen, sondern von Aldi und Lidl, die Eier nicht mehr aus Hühnern, sondern aus Pappschachteln. Der Käse auf der Pizza ist kein Käse mehr und der Erdbeerjogurt hat noch nie eine wirkliche Frucht gesehen. Die meisten von uns sind inzwischen Vegetarier geworden, weil das leckere Hackfleisch sowieso zu 90% aus Soja und Zusatzmitteln besteht. Geschmacksverstärker kannten wir damals nicht.

So ist auch ein Weihnachtsfest schon lange nicht mehr das, was es einst war. Lediglich die großen Kinderaugen sind geblieben, richten sich aber zunehmend nur noch auf die Geschenke. Recht haben sie, denn der Plastikweihnachtsbaum, sein buntes, flackerndes elektrisches Licht und nicht zu vergessen die draußen herrschenden sommerlichen Temperaturen lassen einen heiligen Festcharakter doch gar nicht erst aufkommen. Warum gefeiert wird, weiß eh keiner mehr.

So kramen wir für unsere Kinder die alten Sachen durch und hoffen, ein geeignetes Märchen zu finden, welches auf nostalgische Weise von der alten Zeit berichtet. Von der guten alten Zeit. Irreführend, denn auf der einen Seite möchte keiner mehr in ihr leben, doch je älter wir werden, desto öfter holt sie uns ein.

In dieses Paradoxon hinein gesellen sich auf wundersame Weise die Geschichten der Arche. Es sind Geschichten sogar für Erwachsene und an vielen Stellen wünschten wir uns, dass sie Wahrheit wären. Manchmal sind sie auch so exakt beschrieben, dass wir das Gefühl nicht loswerden, mitten in ihnen zu stehen.

Wenn der Heilige Abend schon im stressigen Vorweihnachtsgeschäft zu einem Alptraum heranreift, ist die Flucht in eine nette Geschichte doch wie Balsam auf die geschundenen Seelen. Das Erzählen von Geschichten hat sich ja leider zu einem Markenzeichen unseres Vereines entwickelt, weil die pathetisch - fetten Weihnachtsmänner in den Etagen von Ministerien lediglich an der Pflege ihres langen grauen Bartes interessiert sind, schon lange aber nicht mehr an den Wünschen ihrer Kinder.

So werden die Kinder weiterhin ihre Wünsche in Geschichten verpacken. Sie werden erzählen, wie brav sie im vergangenen Jahr waren, was sie geleistet und verbessert haben. Wie sie geschuftet haben, um vielleicht zu Weihnachten oder zumindest im nächsten Jahr ihre Belohnung dafür zu erhalten.

Nichts von dem, was Sie in den nächsten Wochen lesen werden, entspricht der Wahrheit, aber das macht doch nichts. Wenn Sie zweifeln, dann schauen Sie in Kinderaugen und das Strahlen wird Ihnen erklären, dass es den Weihnachtsmann und seine Engel sehr wohl gibt. Sie müssen nur fest daran glauben! Die Milch, die Eier, der Jogurt, das Hackfleisch schmecken Ihnen ja schließlich auch.

So wünschen wir Ihnen viel Freude beim Stöbern in den Abenteuern, die der Weihnachtsmann mit zwei seiner Engel auf Kreta erlebt.