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Kontoinhaber: Förderverein Arche Noah Kreta e. V.
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Der Förderverein Arche Noah Kreta e. V. ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
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Tom und Jerry
Anfang Juni spürte die Kätzin, dass es Zeit war, und so suchte sie ihr kürzlich gefundenes Versteck in einer Ruine inmitten der Altstadt aus. Die Geburt verlief leicht, aber nach zehn Tagen merkte sie, dass mit zwei ihrer Babys etwas nicht stimmte. Statt in strahlend blaue sah sie in grau verschleierte, ausdruckslose Augen, und aus den Augenhöhlen der beiden trat ständig eine übelriechende, schmierige Masse aus. Kein noch so zärtlich-intensives Putzen half dagegen; die zwei rotweißen würden ihr Leben lang wenig oder gar nichts sehen – und das in einer Umgebung, die schon für gesunde Katzen gefährlich genug war
Sie hatte sich mit der Aufzucht dieses Wurfes so viel Mühe gegeben, dass sie selbst am Ende ihrer Kräfte war, als plötzlich eine der Menschenfrauen, um die sie üblicherweise einen großen Bogen machte, in ihrem Versteck auftauchte. Zu jedem anderen Zeitpunkt wäre sie geflohen, aber sie konnte doch ihre Kinder nicht im Stich lassen, und so erlebte sie das allererste Mal, dass jemand ihr ein kleines Gefäß vor die Nase stellte, von dem ein unwiderstehlicher Duft aufstieg.
Sie fasste langsam Vertrauen zu dieser Zweibeinerin, zumal sie merkte, dass die zusätzliche Nahrung nicht nur ihr selbst gut tat, sondern auch die Kleinen wurden schneller groß als die aus ihren früheren Würfen. Und so ließ sie es auch zu, dass die beiden mit den trüben Augen eines Tages von der Menschenfrau mitgenommen wurden. Jetzt konnte sie sich verstärkt um ihre gesunden Kinder kümmern, die inzwischen in ihrer Neugier und Lust auf Abenteuer nicht mehr zu bremsen waren.
Die Mutter fehlte ihnen – nicht so sehr deren Wärme, denn ihr neues, ungewohntes Lager war fast so warm und weich wie diese, aber niemand fuhr ihnen mit einer angenehm rauen Zunge übers Gesicht oder schnurrte sie in den Schlaf. Dafür gab es jetzt noch öfters dieses leckere Fressen, das nach dem Spielen ihre knurrenden Mägen füllte. Außerdem war da jemand, der sie streichelte, der ihre Augen säuberte und etwas Kühlendes darauf strich, wenn sie brannten. So gewöhnten sie sich langsam an alles Neue.
Dann kam der Tag, an den sie sich nur ungern erinnerten: Fremde Hände fassten sie an, jemand hielt sie fest, machte sich an ihnen zu schaffen – und dann stach sie auch noch irgendetwas, und sie mussten einfach schlafen, ob sie wollten oder nicht. Als sie wieder aufwachten, hatte sich irgendetwas verändert, aber was genau es war, konnten sie nicht begreifen.
Wieder verging eine Weile, sie fühlten sich gut, waren immer satt, aber zweimal spürten sie es noch, dieses plötzliche Pieksen, das vor allem links am Hals besonders unangenehm war.
Als sie vier Monate alt waren, gingen die Katerchen auf eine große Reise. Dass es eine war, begriffen sie natürlich nicht; sie merkten nur, dass sie mehrere Stunden auf kleinstem Raum eingeschlossen verbrachten und dass immer wieder neue Geräusche an ihre Öhrchen drangen.
Wieder hatte sich ihre Umgebung verändert: sie spürten andere Tiere um sich, eine große feuchte Zunge leckte sie ab – so ähnlich wie es ihre Mutter getan hatte, und doch fühlte es sich anders an. Ein großes Etwas packte sie gelegentlich im Genick und schleppte sie abwechselnd herum, und auch das erinnerte sie an ihre Zeit bei Mutter.
Aber noch bevor sie all die neuen Eindrücke richtig aufgenommen hatten, waren sie wieder in diesem winzigen Raum, nahmen die merkwürdigen Geräusche von außerhalb wahr, wurden wieder in einer neuen Umgebung freigelassen, aber diesmal sagte ihnen ihr Instinkt, dass sie da bleiben dürften.
Liebevolle Hände streichelten sie, zwei andere Katzennasen stupsten sie, eine nasse Schnauze, ähnlich wie am vorigen Ort, beschnupperte sie, zwei gefüllte Fressnäpfe und ein weiches Bettchen erwarteten sie...
Tom und Jerry hatten ihr endgültiges Zuhause gefunden!
von Regina Schmid










