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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Samstag, 4. Februar 2012

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Madalena ist angekommen!

Die Fortsetzung der Geschichte vom Hundegrab

Ende April wurde sie auf Kreta gerettet, aber es fand sich dort niemand, der sie aufnehmen wollte.

Deshalb kam Ende August dieses wundervolle, sanfte und liebenwürdige Tier, dem seine griechischen Retter den Namen Madalena gegeben hatten, nach Deutschland. Bevor sie in ihr endgültiges Zuhause vermittelt wurde, durfte sie zunächst in einer Pflegestelle mit fünf anderen ehemaligen kretischen Vierbeinern spielen und durch den großen Garten toben. Zum ersten Advent schrieb uns ihre neue Familie diese e-mail:

Nachdem unser Hund Bessy über die Regenbogenbrücke gegangen war, fühlten wir uns so einsam; das Haus war so leer. Und dann entdeckte ich eines Sonntagmorgens um sechs - im Nachthemd und barfuss am PC –Lenas Geschichte im Internet. Zum Frühstück servierte ich sie meinem Mann, und schon nach dem ersten Spaziergang mit Lena waren die Würfel gefallen. Ihr Aussehen, das seidige Fell, die treuen Augen… Ohne Worte verstanden wir drei uns sofort. Sie hat direkt unsere Herzen berührt!

Draußen hatte es geschneit. Lena war nicht zu bremsen. Unser Sohn kam gerade dazu, als Lena in den Garten lief. Innerhalb von fünf Minuten hatte sie vor Freude die ganze Schneelandschaft umgepflügt. 

Morgens um sechs werden wir von Lena geweckt. Sie klettert über meinen Mann hinweg, legt sich auf den Rücken und robbt zu mir, dann legt sie sich wie ein Kind zwischen uns, bis wir aufstehen müssen. Auch auf der Couch ist sie immer dabei und verteilt ihre Zuneigung zu gleichen Teilen.

Mein Mann läuft mit diesem Powerpaket vormittags und nachmittags durch Wald und Flur. Abends gibt es mit Frauchen noch eine kurze Runde. Ein gestricktes Wintermäntelchen schützt sie gegen Kälte. Vor ein paar Tagen rief mich mein Mann von Zuhause am Arbeitsplatz an. Er berichtete aufgeregt, dass er auf der Couch eingenickt sei, da habe Lena mit der Pfote an die Terrassentüre geklopft. In dem Moment, als er dachte, jetzt sei wohl der Nachmittagsspaziergang fällig, kam Lena schon mit dem Halsband und warf es ihm vor die Couch – und einen Schuh gleich hinterher! Ja, unser Hund kann Gedanken lesen; wir haben da ein ganz besonderes Tier! 

Inzwischen haben wir unser Auto zu einer fahrbaren Hundehütte umfunktioniert. Unsere Enkel, sieben und zwölf Jahre alt, sind von Lena genau so begeistert wie wir. Täglich entdecken wir etwas Neues an ihr, was unser Leben bereichert. Wir möchten diese Schmusebacke nicht mehr missen. Immer wieder fragen wir uns, wie es nur möglich ist, dass ein Tier mit solch einem schlimmen Schicksal so viel Liebe geben kann…

Wir danken für Lenas Rettung!

Maria und Heinz Hattung