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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Samstag, 4. Februar 2012

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Adventstreffen mit Freunden

Anlässe gibt es viele für ein gemütliches Stelldichein: das Einsammeln der Flugboxen, der Wunsch die Gesichter unserer Pflegestellen mal zu sehen,mit denen ich bisher nur über Internet kommuniziert habe oder Visitenbegleitung von Ines Leeuw,der Tierärztin der Arche Noah.

LEON 

Er durfte zu Annette Andres in Karlstein,die von meiner letzten Reise die MINA und die BUFFY übernommen hatte.Er ist immer noch schüchtern und verunsichert,wenn sich jemand nähert.Er ist der Schmusehund einer deutschen Dogge geworden und bekommt bei ihr die Sicherheit,die er braucht.Platz genug zum Verstecken gibt es genug.

LEON wurde als Jagthundwelpe in Kreta von einer griechischen Familie grossgezogen und nie eingesetzt.Was zum einen ja gut ist,aber er wurde regelrecht vergessen.Hinterm Haus,30 cm Kette,absolut keine Ansprache oder Kontakt zu anderen Tieren und umherwandernd in seiner eigenen Sche....

Die Dame des Hauses bequemte sich eines Tages zum Reitstall und fragte nach dem mobilen Tiermobil,ob wir denn ihren Hund abholen könnten...??

Natürlich haben wir NEIN gesagt,da er ein Privattier war und wir es den Leuten nicht zu einfach machen wollen,aber hingefahren bin ich dann doch,einfach um zu gucken,wie dringend dieser Fall ist.Fortan war er im Kopf.Als wir ein bischen Luft hatten und Inge uns Geld für die anfallenden Kosten spendete,kam er in unsere Truppe.

Er hat es verdient und wird all die alten Dinge hoffentlich schnell vergessen.

SARAH

Sie lebte glücklich und zufrieden in einem griechischen Stall bis zu dem Zeitpunkt,wo sie der Versuchung Taubeneier zu fressen,nicht mehr wiederstehen konnte.Ich fütterte sie bereits 4 Jahre täglich und war absolut verdattert,warum denn dass jetzt auf einmal..???

Der Bauer war sehr ungehalten und drohte sie zu erschiessen,wenn ich sie nicht mitnähme.

Unsere Katzenpflegestelle Kathie hörte davon und bat mich sie zu bringen.Sie hätte eine Streunerin um ihr Haus werden sollen.Pustekuchen.Nach 2 Wochen Eingewöhnung drinnen,die ersten zarten Draussenversuche.Wunderbar,bis sie nach einigen Tagen nicht mehr gesehen war.Oh nein,der Schreck war bei allen gross..denn meist geht es nicht gut aus.

Aber nach wiederum 1 Woche dann :Klappe die Zweite mit dem wiedermal wütendem Bauer.Was denn das jetzt sollte?Er hat doch klar und deutlich gesagt,dass er sie nicht mehr will!!!

Meine Geduld hängt in diesem Moment an einen klitzekleinen dünnen seidenen Fädchen und ich schaffe es so gerade eben sie wieder in die Box zu kriegen ohne äusserlichem Anfall.

Klappe die Zweite bei Kathie:Wir beschliessen sie für Deutschland vorzubereiten,weil sie hier immer wieder an ihren geliebten Ort laufen würde.

Und was soll ich sagen,die Geschichte endet in besagten Karlstein bei der lieben Mutter von Annette,die in Vorfreude schon ein Bettchen für sie gemacht hat,die leckersten Sachen eingekauft hat und bereit ist,ihr all die Liebe zu geben,die sie verdient hat..

ONEY

Ein Auge blind,der Besitzer wegen eigener Erkrankung wieder in England und Nachbarn neben ihrem alten Haus,die sie vergiften wollen.Kann es schlimmer kommen?

Nein,denn sie hat einen Engel gefunden und lebt nun auch bei Annettes Mutter.

COLJA

Die Geschichte gleicht der von Leon zum Verwechseln und sie darf zu Tanja Kreylos ins Tierheim Vlotho.

Als ich Boxen abhole,fragt mich Tanja,ob ich COLJA gesehen hätte.Ich falle aus allen Wolken,denn ich hatte keine Zeit nachzufragen,wie es mit ihrer Vermittlung gelaufen ist.Sie ist jetzt 3 Monate da,weil sie bei Besuchszeiten im Tierheim in ihren hinteren Raum flüchtet und erst wieder rauskommt,wenn alle weg sind.Könnte ja einer bei sein,der ihr was will.Vor allem Männer fürchtet sie.Oh je.

Nachdem ich viel rumtelefoniert habe,aber nichts für sie erreichen konnte,dann mit einem Mal die Frohe Botschaft,dass sich eine Familie für sie gefunden hat,die schon 3 Hunde aus dem Tierheim haben.Absolut perfekt und der Traum für unsere Süsse.Happy End nach langer Durststrecke.

MIMMI

Carina Bercht hat sie nach ihrem Praktikum bei uns mitgenommen und sich eigentlich als Pflegestelle gesehen.Nach 1,5 Jahren Pflege immer noch nicht die richtige Familie.Dabei ist sie so süss!Nur ein bischen dümmer als so manche gerissene Artgenossen.Wir wissen nicht warum und was genau der Grund ist,dass sie etwas verlangsamt ist.Gefunden habe ich sie mitten auf der Strasse mit Krämpfen,deren Ursache nie rausgefunden wurde und die sich auch nie wieder gezeigt haben.

LUCIE und HARALD

Sie waren Streuner um mein Haus in Kreta und vertrugen sich nicht mit meinen Katzen.HARALD war als erster da und hat die kleine LUCIE wie ein Vater adoptiert,als sie eines Tages aus dem Nichts auftauchte.Er brachte ihr alles bei,was sie zum Überleben brauchen würde.Mit einer Selbstverständlichkeit und Geduld,dass sich so manche Eltern was hätten abgucken können.

Keine Zwangs-oder Notgemeinschaft,sondern Selbstverständlichkeit und Liebe.Mich haben diese Beiden sehr gerührt und sollten auf jeden Fall nur im Doppelpack vermittelt werden.

Was soll ich sagen?Auch diese Geschichte nimmt ein Gutes Ende,denn es kamen die Richtigen,die genau diese Beiden wollten und mit Ihnen leben wollen.

CHOCO,LIFE,PIVO,QUASIMODO,NINJA

Auf Stippvisite mit Ines treff ich CHOCO,LIFE,PIWO ,NINJA und QUASIMODO.

 

Alle mit langem Leidensweg:verkrüppelt,verängstigt,Angstbeisser,.. .Allesamt eigentlich nicht vermittelbare Hunde,weil zu sie viel zu kompliziert sind oder eine teure Behandlung benötigen....bis... Ines Ihnen über den Weg lief.

Sie haben lebenslange Betreuung aufgebrummt bekommen..Und alle haben ihren Platz gefunden,werden geliebt,leben ein artgerechtes Leben und beschenken ihre Familien wie jeder andere gesunde Hund.Das konnte ich sehen,erleben und wurde von Allen bestätigt.

SMARAGDA

Beim Hundespaziergang im Tierheim Oldesloe,zu dem mich Frau Golzem und Carina Bercht gebeten haben,trau ich meinen Augen nicht.DIE DA KENN ICH!!!!SMARAGDA wurde mehrmals vermittelt und ist letztendlich in Bad Oldesloe gelandet.Sie freut sich und ich freu mich und überhaupt alle freuen sich mehr von ihr zu erfahren .

Sie wurde als Privattier gemeldet.Regen lief in ihre kaputte Hütte,sie war klapperdürr und zudem an der obligatorischen kurzen Kette.Er hätte sie für seine Kinder angeschafft,so der Besitzer und zu fressen bekommt sie genug!Keine Kinder in Sicht,egal wann ich da bin.Nie steht fressen da,sie stürzt sich auf alles,was man mitbringt.

Ob wir eine Hütte für sie bauen dürften?O.K.,aber kastrieren auf keinen Fall,denn seine Kinder sollen mit den Welpen spielen können....

Er hat kein Geld für regelmässiges Futter,Entwurmung etc.,dass weiss ich aus sicherer Quelle,aber vernünftiger lässt das viele nicht werden...

Sie kommt in unser Programm für regelmässige mediz.Versorgung und bekommt eine Hütte.

Nach 1 Jahr dann ein Besuch des Besitzers mit der Bitte sie aufzunehmen.Er ist umgezogen und sein Nachbar will sie vergiften.Sie bellt zuviel.Sie ist natürlich trächtig...

Aber immerhin.Er wusste nun,wen er fragen kann und sie wurde nicht vergiftet.Dafür natürlich kastriert und für Deutschland fein gemacht.

Als ich sie jetzt so rumtollen sah (und wie sie das kann!!),gab es wieder diesen besagten Moment,der einen für all die Arbeit entschädigt und Kraft zum Weitermachen gibt.

GEGENSEITIGES BESCHENKEN WIE ZU WEIHNACHTEN.

Brigitte Scheichel