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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Montag, 6. September 2010

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Buddy








Buddy – oder: Der Trend zum Zweithund hält unvermindert an

Dieser Spruch, den ich mal in einem Hundeforum gelesen hatte, fällt mir ein, wenn ich an meine Freundin Inge denke. Im vergangenen Sommer schaute sie wieder mal bei uns vorbei, als Colin aus Kreta gerade wieder abgefahren war. Bei uns gelassen hatte er auf seinem Weg nach England drei der „Gipsy Puppies“. Freida hatte die insgesamt fünf Welpen im Alter von zwei Wochen samt ihrer halbtoten Mutter aufgenommen und aufgepäppelt, nachdem wir sie mit Hilfe von lokalen Tierschützern und gegen eine Stange Zigaretten einem von der Sippe verstoßenen Zigeuner abgeluchst hatten (man verzeihe mir bitte die möglicherweise politisch nicht ganz korrekte Bezeichnung, aber in Griechenland wird nicht zwischen Sinti und Roma unterschieden).

Sie wären sonst sicher alle eingegangen, denn er gab nicht nur der kurz angeketteten Mutter nichts zu fressen, sondern wir hatten am Tag vorher beobachten müssen, dass er sie verprügelte, weil sie Futter von uns angenommen hatte…

Da waren sie also, die Mädels Tilly und Tamzin sowie ihr Bruder Teddy.

Unsere beiden Kreter tobten so fröhlich mit ihnen durch den Garten, dass Inge nicht anders konnte, als herein zu kommen und dem Treiben zuzusehen.

Mit dabei hatte sie ihren zehnjährigen Sohn Jan und Lady. Letztere ist eine Colliemixdame aus Kreta, in die sich Inge spontan verliebt hatte, als ich sie vor drei Jahren vom Flughafen abgeholt und als Pflegestelle zur Vermittlung aufgenommen hatte.

Und so kam, was kommen musste: Inge fand Teddy toll, Lady fand Teddy toll, und Jan fand ihn am allertollsten – endlich noch ein Mann im Haus, nachdem es sich bei Mama, Hund, Katze und Meerschweinchen ja „um lauter Weiber“ handelt! Allerdings konnte er den Namen Teddy nicht leiden, und so wurde daraus kurzerhand ein Buddy, der nach einer zweiwöchigen Probezeit endgültig bleiben durfte, aber gelegentlich immer noch bei seinen alten Kumpels Mr Spock und Scully vorbei schaut.

P. S.: Die Mutterhündin Tansy lebt jetzt am Bodensee, ihre Mädels Tilly und Tamzin sind im Schwarzwald zuhause, und die beiden anderen haben ihre Familien im hohen Norden gefunden.

von Regina Schmid