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Foto einer Kreta-Tierschützerin, die einen Arm um einen schwarzen Hunde legt und ihr Gesicht in das Fell des Hunde vergräbt.
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Samstag, 4. Februar 2012

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Ellen und James

Liebe Arche Noah,

wir, mein Mann, meine Kinder und ich sind Tierfreunde aus Kreta, die durch einen glücklichen Zufall, die Tierärzte Ellen und James kennenlernen durften.

Aber von Anfang:

Seit ein paar Jahren betreiben wir eine Ferienanlage auf der schönen Ferieninsel Kreta. Bei unserer damaligen Eröffnung kamen nicht nur Gäste. Es dauerte gar nicht lange, bis ein paar streunende Katzen bei uns in der Anlage auftauchten.

Da es hier auf Kreta unzählige Straßentiere gibt um die sich keiner kümmert,  konnte es auch nicht ausbleiben, dass unsere Katzenfamilie ständig größer wurde.

Es war ein großes Glück, als wir vor fast 10 Jahren von einem Tierschutzverein erfuhren, der auch die hiesigen Tierschutzvereine unterstützt. Und so kam es, dass eines Tages die Tierärzte bei uns auftauchten. Schnell hatte sich ein Raum gefunden, in dem gearbeitet werden konnte und für Unterkunft war auch gesorgt.

Zu dieser Zeit gab es in unserem Ort nicht einen einzigen Tierarzt, den wir an unsere Tiere gelassen hätten. Immer wieder hörte man die unglaublichsten Geschichten und unsere eigene Erfahrung reichte aus, um einen großen Bogen um dieses Thema zu schlagen.

Auch in unserer Gemeinde fühlte sich niemand verantwortlich. Die Anfragen meines Mannes wurden ignoriert. Wir erfuhren von der Not der hiesigen Tierschutzvereine. Sie waren alleine gelassen und gingen unter im Tierelend und der jährlichen Welpenflut. Kein Kostenzuschuss, kein Grundstück, keine Genehmigungen für Kastrationsaktionen. Wie gesagt, unsere Tierärzte konnten es nicht und kostenlos schon gar nicht.

Inzwischen öffnen wir zweimal im Jahr unsere Pforte. Wir haben die Eindämmung der Straßentierflut in die eigenen Hände genommen. Dann reisen die Tierärzte an. Alle unsere inzwischen auf über 30! herangewachsene Tierfreunde werden informiert. Sie ziehen dann durch die Straßen und fangen die sich wild und unkontrolliert vermehrenden Tiere und bringen sie über geheime Wege in unseren kleinen OP-Raum. Die Tierärzte arbeiteten unermüdlich bis zur Erschöpfung und es ist eine Schande, dass sie und wir dies nicht in aller Öffentlichkeit tun können.

Auch andere, befreundete Hotelbesitzer begrüßten diese  Aktion, und so konnten schon viele Kastrationen durchgeführt und dadurch viel Tierelend verhindert werden.

Leider kümmert sich der griechische Staat nicht um das akute Problem der Straßentiere. So sind wir auf die große Hilfe der Tierärzte angewiesen, die  unregelmäßig die Insel besuchen und es uns so möglich machen, auch einen kleinen Beitrag zum Tierschutz zu leisten.

Wir wissen, dass solche Kastrationsaktionen auch von anderen Hotelbesitzern, Privatpersonen und in letzter Zeit sogar von ortsansässigen Tierärzten gefördert werden. Es bleibt aber eine Schande, dass dies Inkognito ablaufen muss. Wir sind keine Kriminellen werden aber als solche behandelt und das bloß, weil wir uns weigern, der Tierquälerei in den mit Welpen gefüllten Mülltonnen zuzuschauen.

In unserer bescheidenen Anlage sind schätzungsweise in den letzten Jahren über 1000 Tiere kastriert worden. Kaum auszurechnen, wie viele Tiere dadurch nicht geboren und „entsorgt“ wurden. Wir sind stolz auf unseren „kleinen“ Beitrag!

An dieser  Stelle möchten wir ein großes Dankeschön aussprechen, für den unermüdlichen Einsatz und die Risikobereitschaft aller Beteiligten. Nur durch solche Aktionen kann man viel Tierelend verhindern. Auf diese Weise wird kein Leben mehr geboren, das nur verurteilt wäre, durch Vergiftungen oder Hunger elend zu enden.

Euch allen ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest und für das kommende Jahr die allerbesten Wünsche, Gesundheit und weiterhin viel Elan für eine so sinnvolle Arbeit.

Eure Freunde von der Sonneninsel Kreta

von XXXX