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Kontoinhaber: Förderverein Arche Noah Kreta e. V.
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Der Förderverein Arche Noah Kreta e. V. ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
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Die Geschichte von Bonny
Ich (heute Bonny) fristete mein Leben als Kettenhund einsam und vergessen an einem Straßenrand auf Kreta im Nirgendwo.
Ein Mann mit rotem Pick up kam zwar täglich vorbei, fütterte mich aber nur ca. alle 5-10 Tage. Dann gab es aber jedes Mal nur altes verschimmeltes Brot oder Tomaten oder andere Abfälle.
Mein einziger Lichtblick waren ein Mann und eine Frau. Sie kamen zwar selten vorbei, aber wenn sie kamen, gab es immer gutes Futter und medizinische Versorgung. Manchmal kamen sie über sechs Monate nicht, aber was sollte ich schon Großartiges tun, als zu warten. Das Leben eines Kettenhundes ist nämlich nicht gerade spannend. Nun, in dieser Zeit wurde ich von Hunderten von Zecken heimgesucht. Sie setzten sich auf meinem Rücken fest. Ich konnte sie nicht mit meinen Zähnen entfernen, denn meine Kette war viel zu kurz. Die Wunden, die sie mir beibrachten wurden größer und größer, sie fingen an zu bluten und schließlich zu eitern. Für die Schmeißfliegen war ich ein Festschmaus. Sie legten ihre Eier auf mir ab. Die Maden krabbelten in meinem Fell herum, nagten an meiner Haut. Meine einzige Unterstützung waren tagsüber die Wespen und Hornissen. Sie befreiten mich von ein paar dieser Quälgeister auf meinem Rücken. Meinen Boss in dem roten Pick up kümmerte das herzlich wenig. Ich hoffte so sehr auf den lieben Mann und seine Frau. Ich weiß, sie würden mir helfen. Ich war zwar ein starkes Tier, aber lange würde ich nicht mehr durchhalten. Von Tag zu Tag wurde ich schwächer und schwächer und meine Schmerzen unerträglich.
Als ich schon nicht mehr daran glaubte, kamen sie. Sie hielten an, sahen mich, die Frau schrie irgendetwas Unverständliches und weinte dann. Danach fuhren sie weg. Zwei Stunden später kam die Frau alleine zurück, schüttet mir eine brennende Flüssigkeit über den Körper und schneidet mich von meinem Gefängnis los. Alles ging von nun an sehr schnell, die Frau schien Angst zu haben. Sie nahm mich im Auto mit. Ich bin nur einmal Auto gefahren, damals vor vielen Jahren, als ich an diese Kette gebunden wurde. Ich war zu schwach, um Angst zu haben. Nach zwei Stunden kam ich zu englischen Tierschützern ( zumindest hat das die Frau gesagt). Die haben extra für mich einen Arzt besorgt. Er behandelte mich und meine Schmerzen ließen endlich nach. Ich durfte solange dort bleiben, bis meine Wunden verheilt waren und ich wieder bei Kräften. Ich bin dann noch mal umgezogen in ein großes Haus mit Garten zu sehr netten Menschen. Nie wieder mußte ich eine Kette tragen, nie wieder mußte ich hungern oder dursten.
Einmal habe ich die Frau, die mich heimlich losgebunden hat wiedergesehen. Sie erzählte meinen neuen Menschen, dass an meinem Platz ein neuer Artgenosse angebunden ist und sein Elend fristet.
Leider genügt es in diesem Land nicht, mal hier und da eine Bonny loszubinden und ihr das Leben zu retten. Die Tierschützer auf Kreta können zwar einigen Tieren helfen und sich gegenseitig unterstützen, aber leider sind uns doch oft die Hände gebunden. Wir würden gerne, die Menschen, die diese Tiere quälen zur Rechenschaft ziehen, aber mit solchen Aktionen setzen wir unsere Existenzen regelmäßig aufs Spiel. Wir sind keine Touristen, die nach 14 Tagen in ihr Leben zurückfliegen können, sondern leben hier und müssen mit diesen Menschen auskommen. Deshalb ist Tierschutz eine Gradwanderung. Aber wir geben nicht auf, schon gar nicht wegen all der Bonny´s.
(von Anna aus Paleochora)








